Montag, 9. Juli 2012

Pai - Eine Lebenseinstellung

Wir hängen etwas hinterher, hier die Berichte über Pai, einem kleinen Dorf in Nordthailand:

Die ganzen Kurven überstehen wir ganz gut und kommen Abends im dem 3.600 Einwohner Dorf Pai an. Ok, Helena war ziemlich schlecht, aber bei 762 Kurven wohl nicht zu verübeln :). Eigentlich war es nicht auf dem Plan aber durch mehrere Empfehlungen und Berichte haben wir uns dann doch entschlossen, zunächst für zwei Tage, einen Abstecher zu machen.
Wir kommen an der Bushaltestelle in Pai an, die Platz für circa drei Minibusse bietet.
Im Reiseführer haben wir uns schon über ein paar Gästehäuser informiert und entscheiden uns für das Duang Guesthouse, direkt an der Bushaltestelle. Das Zimmer ist in Ordnung, es gibt ein eigenes Bad und eine heiße Dusche. Wir machen uns auf, das Dorf zu erkunden und werden an der Rezeption direkt abgefangen und gefragt was wir denn in Pai so machen wollen. Wir haben keinen richtigen Plan uns lassen uns beraten. Er empfiehlt uns eine Trekking Tour mit ihm persönlich, am nächsten Tag, zu einem Aussichtspunkt. Etwas überfordert aber doch überzeugt buchen wir die Tour.
Dann schlendern wir durch die kleinen Gassen in dem gemütlichen Dorf, in dem manchmal die Zeit scheint stehengeblieben zu sein.
In wenigen Minuten ist man von dem einen zum anderen Ende gelaufen.
Zum Abendessen lassen wir uns bei "Mama Falafel" nieder. In einer Bar lassen wir den Abend ausklingen.

Der Wecker klingelt früh, wir schlafen zu lange und müssen schnell im Restaurant nebenan frühstücken. Dann treffen wir uns auch schon mit Manit, unserem Guide für die heutige Trekking Tour und drei weiteren Personen, die ebenfalls die Tour gebucht haben. Zusammen fahren wir an den Startpunkt der Tagestour, einer kleinen Siedlung chinesischer Auswanderer und Flüchtlinge. Ein kleiner matschiger Feldweg führt uns an Gebirgsreisfeldern vorbei in den Wald, unterhalb des zweithöchsten Berges der Region. Der erste Stopp wird an einem kleinen Wasserfall eingelegt, der zur Zeit noch wenig Wasser führt. Manit baut uns allen Wanderstöcke aus Bambus, die wir zu dem Zeitpunkt noch nicht gebrauchen können aber später noch zu schätzen wissen.
Von dort aus geht es nur noch steil bergauf, durch Mannshohes Gestrüpp, über steile Felswände abseits von Wanderpfaden. Wir legen nicht viel Strecke in der horizontalen, sondern eher in der vertikalen Ebene zurück. Unterwegs halten wir ab und zu an, entweder um auf langsamere zu warten (beispielsweise Helena, die mit ihrer Kondition zu kämpfen hat) oder weil Manit etwas gefunden hat das er uns zeigen will. Spinnen, Orchideen, Würmer, Bäume und und und.
Wir wussten vorher nicht das der Aussichtspunkt auf dem Gipfel des Berges ist. Im Endeffekt bewältigen wir circa 1200 Höhenmeter. Auf dem Gipfel gibt es Leckeres Essen, frische Früchte und Wasser. Das ganze hat unser Guide noch auf seinem Rücken hochgetragen. Die Aussicht ist wirklich nicht schlecht, da die Wolken weitestgehend weggezogen sind.
Nach einer kleinen Pause machen wir uns an den Abstieg und kommen ziemlich erledigt gegen 17 Uhr wieder in der kleinen Siedlung an. Hier erklärt uns Manit noch ein paar Sachen über die Lebenweisen der Leute in der Siedlung.
Danach legen wir und erstmal schlafen, essen zu Abend und Helena geht danach gleich wieder schlafen. Ich laufe zum Marktplatz um die Ecke, an dem zwei einheimische eine kleine Leinwand aufgebaut haben und das Spiel Portugal gegen Dänemark zeigen. Außer mir sind noch ganze zwei Leute und die Betreiber der Bar anwesend.
Gegen 4 Uhr begebe ich mich dann auch ins Bett.

Wir frühstücken in einem kleinen gemütlichen Café um die Ecke und leihen uns danach einen Roller aus. Etwas ungewohnt mit halbautomatik aber nach etwas Eingewöhnungszeit klappt das.
Wir fahren einen Rundkurs um Pai ab und besichtigen dabei einen Tempel, heiße Quellen, eine Gedächtnisbrücke an den zweiten Weltkrieg und den "Pai Canyon", einer kleinen Felsformation.
Essen gibt es an einem Marktplatz von einem kleinen Stand. Danach wird etwas mit den Familien geskypet um ein Lebenszeichen abzugeben.
Um 1.45 Uhr setzen wir uns wieder an den Marktplatz, um das Spiel der deutschen Mannschaft zu gucken. Für das Spiel der deutschen hat Petr, der Mann von der Bar, extra eine größere Leinwand gebaut. Da wir schon das zweite mal dort sind bekommen wir auch gratis geröstete Erdnüsse.
Nach dem Spiel feiern wir etwas, gehen aber trotzdem schnell ins Bett.

Heute haben wir immernoch den Roller und machen eine Dorfrundfahrt. Geht ziemlich schnell, ist aber doch interessant. Wir entscheiden uns morgen abzureisen und doch einen Tag in einem Elefanten-Camp zu verbringen. Also geht die Tour dorthin, um unsere Plätze zu reservieren. Dabei dürfen wir den Elefanten sofort näher kommen und werden mal umarmt. Beeindruckende Tiere. Wieder zurück im Dorf lassen wir uns in einem Café nieder "chaiArt". Die Besitzer sind typisch Pai und verkaufen zusätzlich selbstgemachten Schmuck und auch Klamotten. Danach begeben wir uns auf die suche nach einer gemütlichen Bar, um Mit Jessi und Paul zu skypen, die an diesem Samstag heiraten. Leider gibt es in der Halle kein WLAN, was wir zu spät merken. Dann werden telefonisch Hochzeitsglückwünsche übersendet und auch ein Video verschickt. Also verbringen wir den Abend in der Ting-Tong Bar.

An unserem letzten Tag fahren wir wieder zu Thoms' Elefanten Camp und lassen uns in die Reitkunst der Mahouts einweisen. Auf dem Elefanten versuchten wir durch zuvor gelernte Befehle den Elefanten zu bewegen. Was natürlich nicht so einfach ist, aber manchmal doch auch geklappt hat. Dann ging es mit dem Mahout 2 h durch das Gebiet um das Camp. Zu Beginn saß ich auf dem Nacken und Helena auf dem Rücken. Nach der Hälfte wurde getauscht. Es ist ein komplett anderes Gefühl direkt auf dem Elefanten zu sitzen. Danach ging es zum Baden und Plantschen in den Pai River. Nichtsahnend was uns erwartet wurden wir nach ein paar Minuten Rüsseldusche wie auf einem Rodeo vom Elefanten geworfen. Dies probierten wir dann nacheinander mehreremale aus, wobei es sehr schwierig ist mal 2 " Runden" auf dem Nacken sitzen zu bleiben. Danach ging es wieder in das Camp zurück wo wir dann in einem "hot Tub", einem kleinen Pool mit heißem Quellwasser, baden dürften, um uns wieder aufzuwärmen.
Nach dem Mittagessen ging es dann mit einem anderen Mahout und einem noch größeren Elefanten wieder an den Fluss. Diesmal durften wir sogar auf dem Kopf des Tieres stehen und wurden dann wieder runtergeschmissen. Echt ein wahnsinns Gefühl. Da noch drei andere Elefanten mit Touristen direkt neben uns im Fluss ebenfalls waren, verkürzten wir unseren Trip, da es doch etwas eng wurde, wenn man ins Wasser fiel. Wir wollten nicht unbedingt von einem Elefanten zerdrückt werden :).
Im Anschluss bekamen wir noch ein Video des Tages und sind zurück zum Guesthouse, um unsere Sachen zu packen und zum Minibus zu gehen.

Um 20 Uhr ging es dann 7h weiter nach Chiang Khong, der Grenzstadt zu Laos. Dort hatten wir eine Unterkunft und nach 3h Schlaf mussten wir auch schon wieder weiter nach Laos. Hier endet unser Aufenthalt in Thailand.









by chaos0815-crew

Position:Pai, Nordthailand

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