Dienstag, 11. September 2012

Thailand, Back to the Roots

Thailand, Back to the Roots

Der erste Morgen in Thailand ist ernüchternd. Der Himmel ist grau und ab und zu regnet es. Wir entscheiden uns zu einem Kaffee auf der Dachterrasse des Gasthauses. Hier ist es wirklich sehr gemütlich und dank der Überdachung können wir auch bei Regen hier sitzen. Der Blogeintrag zu Vietnam wird endlich fertiggestellt. Gegen Abend gehen wir auf den Markt um die Ecke um etwas zu essen. Es gibt ein riesen Angebot an frischem Obst und leckeren Speisen! Und auch ziemlich günstig. So etwas haben wir in den anderen Ländern vermisst. In Vietnam war es so ,dass das Essen nicht unbedingt scharf serviert wurde sondern man selbst alles nach Bedarf würzen konnte. Hier wird uns das essen sehr gut gewürzt serviert, teilweise zu gut. Wir decken uns noch mit frischem Obst ein und gehen zurück ins Gasthaus. Hier ist nicht so viel los.
Am nächsten Morgen geht es Helena nicht so gut und wir verbringen den Tag auf dem Zimmer. Was dank dem anhaltenden Regen nicht ganz so schwer fällt. Da würden Bootsausflüge nicht so viel Spaß machen.
Abends spreche ich den Besitzer des Gasthauses an, ob ich ein paar Wände auf der Dachterrasse mit Graffiti verzieren darf. Er ist sofort begeistert und bietet mir noch die Lobby an, um mich dort auch auszutoben. Abends fange ich dann mit der Dachterrasse an. Leider gibt es hier nur Autolack als Sprühdosen was das ganze etwas schwierig gestaltet. Danach sitzen wir zusammen mit anderen Gästen und den Besitzern zusammen und trinken ein paar Bier. Leider bleibt Helena krank auf dem Zimmer. Eigentlich wollen wir am nächsten Tag nach Koh Tao fahren, da das Wetter dort besser sein soll. Die Besitzer überreden uns aber noch eine Nacht zu bleiben, weil das Gasthaus morgen dreijähriges Jubiläum feiert und damit ich noch etwas in die Lobby sprühen kann. Da es Helena immer noch schlecht geht ist das wohl auch besser. Die Besitzer, Tip und Patrick sind super nett und schaffen dadurch eine sehr familiäre Atmosphäre.
Wir schlafen mal wieder aus. Danach mache ich mich auf den Weg zu einem nahe gelegenen Tempel, der auf die Spitze eines Berges gebaut wurde. Nach ein paar Minuten mit dem Roller komme ich am Fuß des Berges an. Dann steht da das Schild "1.273 steps to the top", klar, hört sich viel an aber so richtig kann man sich nichts darunter vorstellen. Also los!
Total erledigt bin ich angekommen, an der Hälfte. Auf der Strecke stehen immer die Zahlen an Stufen die man schon geschafft hat. Naja, kurze Pause und dann weiter. Nach einer halben Stunde komme ich dann tatsächlich an dem Tempel an. Und es hat sich gelohnt! Ein wirklich überragender Ausblick über Krabi, bis zum Meer und über diverse Karstfelsen in der Landschaft. Heute spielt zum Glück das Wetter mit.
Der Abstieg fällt am Anfang nicht allzu schwer. Ab der Hälfte wird es aber richtig anstrengend und die Beine fangen an zu zittern. Im unteren Teil des Berges klettern etliche Affen um die Treppen herum. Als ich an einem vorbei laufen will springt er in meine Richtung und greift nach meinem Flaschenhalter. Er beißt rein und probiert ihn zu klauen! Ich laufe einfach mal weiter und nach einer Zeit lässt er wieder los. Als ich unten ankomme fängt es an zu regnen. Ich warte noch ein paar Minuten und mache mich dann auf den Heimweg. Zur Feier des Tages soll es am Abend zusammen in eine Bar gehen. Vorher werden alle noch zum Essen in der Lobby eingeladen. Dann nehme ich mir noch die zweite Wand vor, bevor es in die Bar geht.
Am Morgen danach geht es mit Minibus, Bus und Fähre nach Koh Tao.
Nach einigen Stunden kommen wir dann etwas erledigt auf der Insel an. Wir machen uns zu Fuß auf die Suche nach einer Unterkunft, was mit etwa 20kg Gepäck und 1,5km Fußmarsch bei etwa 30 Grad etwas anstrengend ist. Auf dem Weg finden sich schon mehrere Resorts, die aber nicht so ganz unserem Geldbeutel entsprechen. In einem ganz schicken Bungalow kommen wir für 12,5€ die Nacht unter. Am Abend schlendern wir durch die Gassen und bestaunen die unzähligen Klamottenläden, die alle das selbe verkaufen und die ganzen Restaurants. Da man hier natürlich tauchen gehen muss buchen wir direkt für den kommenden Tag einen Ausflug.
Um 10.30 Uhr ist Treffpunkt an der Tauchschule, um das Equipment bereit zu stellen. Die Tauchgänge sind sehr gut, wir kommen gut zurecht und sehen sehr viel. Mehr als bei unseren Tauchgängen im Rahmen des Tauchscheins in Vietnam. Acht geben muss man nur vor dem "Triggerfish" der aggressiv werden kann und dann ganz gerne Taucher beißt um sein Revier zu verteidigen. Von Attacken dieser Art werden wir aber verschont. An der Tauchschule angekommen buchen wir die beiden nächsten Tauchgänge für Übermorgen. Um 6 Uhr ist Treffpunkt und es soll zum besten Spot der Insel gehen, wo es im Besten Fall Walhaie zu sehen gibt.

Helena:

Heute leihen wir uns einen Roller aus, um die Insel zu erkunden. Es ist bewölkt. Die Strassen sind abenteuerlich, aber das schafft Christian mit Links. Wir fahren 2-3 Strände ab, die wirklich wunderschön sind. An einem geht Christian Schnorcheln und entdeckt sogar etwas mehr Vielfalt als beim Tauchen. Bevor es dunkel wird geben wie den Roller zurück und lassen den Abend wie immer in der hiesigen Bar ausklingen. Da ich noch Antibiotikum nehme, kann ich leider nicht das Bucket-Angebot wahrnehmen. Ach ja da sind sie wieder, unsere Lieblingstrinkgefäße.

Der Wecker klingelt um 5 Uhr, weil wir noch packen und auschecken müssen. An der Tauchschule warten noch andere Taucher und wir erhalten die Nachricht, dass wir nicht zum geplanten Spot rauskönnen, weil das Wetter zu schlecht sei. Es ist ein Pinnacle, d.h. man hält an einer Boje mitten im Meer und lässt sich an einem Seil herunter. Bei starker Strömung und starkem Wellengang ist es zu beschwerlich. Schade! Wir fahren auf die andere Inselseite und haben 2 tolle Tauchgänge. Beim 2. nehmen wir meine Digicam mit und erhalten richtig klasse Bilder. Ach ja es ist doch immer wieder faszinierend. Wieder auf der Insel erledigen wir noch paar Einkäufe und fahren mit der Fähre nach Koh Phangan. Wir mussten schon im Voraus buchen. Das erste Mal in der Reise. Aber da die Fullmoonparty ansteht, ist alles ausgebucht und leider doppelt so teuer. Die Leute verdienen ganz schön gutes Geld damit. Wir werden positiv überrascht und haben einen super Bungalow in einer gartenähnlichen Anlage mit toller Veranda. Wir lieben es. Die Leute sind Super nett und die Getränke sind günstiger als im Supermarkt. Wir machen uns gleich auf den Weg zum Strand. Ca. 3 Gehminuten. Angekommen werden wir erstmal völlig überrascht. Sowas haben wir nicht erwartet. Sehr langer und breiter paradiesisch weißer Sandstrand mit unzähligen Bars und Restaurants und Bucketständen. Die Verkäufer lechzen nach deiner Aufmerksamkeit, um dir was zu verkaufen. Sowas haben wir noch nie gesehen. Wir erkunden die Gegend und lassen uns in einer Bar nieder.

Heute geht es gemütlich an den Strand. Hier ist es wie im Urlaub, hehe! Auf dem Weg entdecken wir ein hübsches lokales Restaurant namens "Anna". Die Dame kocht und der Mann bedient. Sie sind super nett und die Preise sind ein Traum, sowie das Essen. (Vorab, wir essen dort 2-3x pro Tag). Abends treffen wir uns mit unseren Amifreunden, die heute angereist sind. Wir gehen an unseren Strand und feiern die Wiedervereinigung.

Tagsüber ist auch schon gut was los am Strand, aber die Leute sind anständig und es gibt keine maßlose Trinkerei. Sehr angenehm zum entspannen. Dies machen wir auch den ganzen Tag.

Heute Abend steht die Fullmoonparty an. Da wir schon viel gehört haben sind wir beide sehr gespannt. Tagsüber gehts an den Strand. Man sollte aber nicht um 12 Uhr gehen, da es keinen Schatten und keine Sonnenschirme gibt. Ja, Sorry Mama. Man lernt nie aus. Wir verkriechen uns in unseren Bungalow, kaufen eine Hängematte und faulenzen. Abends kommen Sean und Brittany mit viel Neonfarbe und es geht an die Vorbereitungen. Am Strand angekommen ist die Party in vollem Gange. Es legen diverse Dj's auf und es gibt Tanzbühnen und sogar eine "Sleeping-Area", die manche schon nutzen. Es ist ca. 23 Uhr. Wir laufen alles ab und lassen uns an einer Bar nieder. Jeder ist irgendwie angemalt und die meisten tragen auch irgendwelche Shirts oder Shorts mit Aufdrucken der Party. An sich ist es eigentlich nur eine riesen Strandparty und alles ist total organisiert. Polizisten und Krankenschwestern sieht man genügend. Die Party war schon cool und die Leute auch, aber irgendwie haben wir uns das anders vorgestellt. Wahrscheinlich hat man zu hohe Erwartungen gehabt. Dies ist das Resümee von uns allen. Verglichen mit dem Tuben in Laos würden wir eher wieder nach Laos gehen. Dies ist aber leider nicht mehr möglich. Am nächsten Tag erfahren wir durch Zufall, dass alle Bars Ende August geschlossen wurden.

Am heutigen Tag wird wieder gefaulenzt und wir verabreden uns zu einer Rollertour morgen mit den Anderen. Am Strand ist weniger los, da viele heute schon abgereist sind. Aber der Strand ist einfach schon wieder sauber, obwohl bis in die Morgenstunden gefeiert wird. Ist alles organisiert.

Wir leihen uns einen Roller aus und fahren in das nächste Dorf wo die anderen schon auf uns warten. Angekommen geht unser Roller aus und nicht mehr an. Ok, ich halte die Geschichte kurz :-) Chris dachte es sei die Elektronik, Verleiher musste 30 min. herfahren, ich suche die anderen, die schwer zu finden waren, wir fahren gemeinsam zu Chris der grinsend die Strasse entlangläuft. Sprit war leer!!!
Wir fahren zu einem See wo man sich an einem Seil reinschwingen kann, zu einem Wasserfall, der leer war und zum Schnorcheln an einem schönen Strand. Abends gehts noch zum Mexikaner und wir müssen uns von unseren Freunden verabschieden. Wehmut kam auf, da wir uns mit Ihnen in 4 Ländern getroffen haben und eine richtig tolle Zeit hatten. Hoffentlich sieht man sich bald wieder. Ach ja, Abschiedsschmerz.

Heute ist Abreise nach Koh Samui. Wir verbringen dort noch paar Tage, da ich auf meinen Heimflug warte. Wir haben einen Bungalow direkt am Strand. Das Wetter ist nicht so toll, aber gut genug um mit dem Roller rumzufahren. Wir erkunden die Insel und stellen fest, dass sie garnicht so toll ist und das die Gegend um Lamai die schönere ist, als am bekannten Chaweng-Strand. Unser Hausrestaurant hat leeres Essen und gute Cocktails. Fast alles macht um 22 Uhr zu, also alles wieder gemütlich. Wir haben einen tollen lokalen Markt entdeckt, wo wir einen Fruchtshake für 0,50€, Cocktails für 1,50€ und leckere Snacks erstanden. Mir wurde sogar ein Stück Kokosnuss geschenkt. Sehr nett.

Heute geht es früh zur Fähre nach Surat Thani. Wir bleiben eine Nacht, um uns morgen für 2 Wochen zu trennen. Ich flieg schon am 10.9 Heim, da ich zum 01.10. einen neuen Job hab. Hehe, da muss ich nach 15 Wochen Urlaub erstmal wieder klarkommen. Christian hat keinen Zeitdruck und macht noch bissi Urlaub. Wir buchen alle Tickets und bekommen in einem ziemlich schicken Hotel für 12€ ein tolles grosses Zimmer. Dies stellt sich als nützlich heraus, da wir die grandiose Idee hatten, dass Christian nur mit dem Daypack weiterreist und ich den Rest nehme. Nach 4 Stunden ist es wirklich geschafft. Aus zwei großen Rucksäcken wurde einer gemacht. Ich kann ihn kaum heben, aber da muss passen :-). Auf dem Nachmarkt erhaschen wir noch ein Pad Thai und lassen den Abend mit paar Bier und letzten Planungen ausklingen.

Christians Bus fährt um 9 Uhr zum Flughafen. Erstmal geht es nach Kuala Lumpur, Malaysia und dann Singapur und dann...entscheidet er spontan. Mein Zug geht um 10.40 Uhr nach BKK. Dort verbringe ich noch die letzten beiden Nächte. Das Hostel habe ich schon gebucht. Es ist das gleiche indem wir unsere allererste Bangkokwoche verbracht haben. Am Supermarkt steht eine Waage. Ich wiege den Rucksack und stelle fest, dass er 26 kg wiegt. Kein Wunder, dass ich den kaum heben kann. Einen kleinen Rucksack habe ich vorne auch noch umhängen. Da muss ich wohl nochmal umpacken, um auf meine 23 kg zu kommen. Mist. Ein TukTuk bringt mich an den Bahnhof und die Mitarbeiter sind alle nett und helfen mir. Alles läuft super. Im Zug gibt es sogar Mittagessen, sowie Kaffe und Kuchen und Abendessen. Bei einer zehnstündigen Fahrt sehr angenehm. Am Bahnhof angekommen schließe ich mich mit Laura, auch einer Deutschen, zusammen und wir teilen und das Taxi zur Khao San Road.

Heute treffen wir uns wieder und verbringen den Tag damit die Gegend zu erkunden, etwas einzukaufen, Essen und Schlafen. Bangkok ist einfach anstrengend.

Morgen passiert nicht viel. Ich werde mir noch eine Massage gönnen und um 19 Uhr geht's an den Flughafen und dann um 23.55 startet der Flieger. Morgen wirds aufregend...

Ich verabschiede mich schonmal und freue mich euch bald alle wieder persönlich zu sehen. In Liebe Eure Helena.

P.S.: Christian wird auf jeden Fall nochmal berichten!!!!!!


by chaos0815-crew