Montag, 30. Juli 2012

Turbulente Hauptstadt und dunkle Vergangenheit


Kambodscha - Phnom Penh

Wir kommen relativ spät in der Hauptstadt an und lassen uns an den Fluss fahren und erhoffen uns da eine Masse an Angeboten von Gasthäusern. Naja, geht so. Eher Hotels, aber wir finden ein kleines, relativ preiswertes französisches Hotel mit Frühstück inklusive. Wir machen uns auf den Weg und finden in einem einheimischen Restaurant eine leckere Limetten-Shrimp Suppe und Schwein vom Grill. Da mir die Fahrt nicht so bekommen ist machen wir an diesem Abend nicht mehr viel.

Sonnenaufgang in Phnom Penh


Frühstück gibt es bis 10 Uhr. Genau unsere Zeit. Wir wachen um 10.15 Uhr erschrocken auf und Chris hastet nach unten, um zu fragen ob wir doch noch welches bekommen. Die Angestellten sind echt nett und bringen uns doch noch unser Frühstück. Brötchen, Brioche mit Butter und Marmelade und einen Pot Tee. Perfekter Start in den Tag. Wir wollen eigentlich zum Grand Palace, um die Silberpagode anzusehen. Auf diesem Weg laufen wir aber über einen Markt und entdecken wieder sehr Interessantes. Da liegen Hähnchen noch mit Federn, aber halb tot auf dem Tisch neben den gerupften Toten. Überall allerlei Fleisch, natürlich ohne Kühlung und sehr viel Gemüse. Einige Meerestiere werden tatsächlich gekühlt. Die Leuten schauen uns wieder an, als ob wir Geister wären.

Es gibt einfach alles!!


Und tschüss!


Ach ja, eine Delikatesse hier sind gebrütete Enteneier mit ca. 15-17 Tage alten Küken, die dann noch im Ei gekocht werden. Dazu gibts Chilisauce. Dies wird dann meistens direkt aus dem Ei gelöffelt. In Siem Reap hat uns ein Freund so eines mitgebracht. Aber es hat sich keiner getraut zu essen. Er ist da ziemlich schmerzfrei (hat auch 6 Monate in China gearbeitet) und zeigte uns wie man das isst. Ei oben etwas aufpitteln und das süße Entchen rausholen. Kopf ab und in die Sauce dippen, ab in den Mund. Ach ja, den Schnabel dann noch ausspucken. Und dann geht es mit dem Körper weiter. Es soll wohl ziemlich zart sein, man erkennt aber schon die Federn. Diese sind, genauso wie die Knochen, aber noch nicht ganz ausgebildet. Daher kann man das am Stück essen oder aus dem Ei löffeln. Das war eine der ekelhaftesten Dinge die wir je gesehen haben.

Am Ende des Marktes fährt noch ein Mann mit gekühlten Zuckerrohstückchen rum. Wir decken uns ein und kauen darauf rum. Dadurch wird der Saft dann frei. Sehr lecker, aber etwas langwierig. Dann doch lieber den Saft frisch im Becher kaufen :). Dann gehen wir doch zum Grand Palace. Dort herrscht Kleidervorschrift, knielange Hose und schulternbedekendes Oberteil und das bei über 30 Grad, puh. Dieser Park ist nett anzuschauen, aber auch nur eine Machtdemonstration des Königs und seines Reichtums. Wir sind jetzt nicht so davon angetan, weil während man sich den goldenen Thron des Königs anschaut, draußen wieder die Bettler warten. Die Silberpagode ist auch zu 90% mit Teppich ausgelegt, sodass man nur wenige silberne Platten zu Gesicht bekommt. Außerdem ist der Ansturm auf diese Attraktion sehr groß. Vor der Tür stehen die Reisebusse, drinnen führen Menschen mit einer Fahne die Leute in Gruppen gepackt herum.

Lecker Zuckerrohr!



Die fanden das alle ganz interessant!


Auf dem Rückweg gehen wir in eine ziemlich schicke Bar, die zudem noch Happy Hour hat. Eigentlich wollen wir nur einen Cocktail. Nach dem ersten entscheiden wir uns noch für einen Whiskey und eine Cohiba. Was man natürlich so macht als Backpacker. Ok, nach der Rechnung entscheiden wir uns doch für ein günstiges Essen. Wir lassen den Abend in einer anderen Bar ausklingen.

Wir schlafen wieder zu lange, bekommen aber trotzdem wieder unser Frühstück. Echt super die Leute. Wir besuchen einen Markt, das S21 und die Killing Fields. Das S21 war eigentlich früher eine Schule und wurde im Bürgerkrieg zum Gefängnis erklärt. Dort wurden alle angeblichen "Verräter" eingesperrt und brutal gefoltert. Es gibt unfassbar viele Aufzeichnungen von vielen Insassen und den Foltermethoden. Da wird einem schon mulmig im Magen. Da wurde auch keine Rücksicht vor Kindern oder Frauen genommen. Es wird auch eine Reportage gezeigt. Weil die Tonqualität so schlecht ist verstehen wir leider nicht so viel. Und danach zu den Killingfields. Dort wurden dann die Insassen hingebracht und sofort hingerichtet und dann in Massengräber verscharrt. Da Patronen für die Waffen zu wertvoll waren wurden die meisten Leute mit einem Stock totgeschlagen. Das Gelände sieht ehrlich gesagt garnicht so furchteregend aus, weil keine der Gebäude erhalten sind und vieles bewachsen ist. Aber es gibt noch fast alle ausgehobenen Massengräber und diverse Beschreibungen. Beispielsweise das 1980 aus einem Grab 460 Leichen geborgen wurden, oder einen Baum an dem Kinder erschlagen wurden. Ziemlich krass. Es gibt auch einen gläsernen Turm mit allen gefundenen Gebeinen. Sowas haben wir noch nie gesehen. Man kann es sich wirklich nicht vorstellen und ist dann richtig dankbar für das eigene Leben in Sicherheit und Frieden. Nach diesem Besuch lassen wir es ruhiger angehen und schlendern über den sogenannten Russian Market. De meisten Geschäfte haben zu, daher bleibt uns nurnoch das Essen. Wir probieren allerlei aus und entdecken viel neues und richtig leckeres Essen. Zum Schluss gibt es gegrillten Fisch, frisch vom Holzkohlengrill. Wir denken dieser wird noch zubereitet, aber eigentlich kommt er nur in eine Plastikverpackung mit Chillisauce und Salat. Hm, was machen wir jetzt damit ohne Besteck? Wir lassen uns an unser Hotel bringen und entdecken einen kleinen Supermarkt, der Tische vor dem Laden hat und frisch gezapftes Fassbier im Pitcher verkauft. Wir lassen uns nieder und essen einfach drauf los. Verdammt lecker, so ein ganzer, frischer Fisch :). Nachdem wir beim Mexikaner einen Snack zu uns nehmen und die meisten Bars schon zuhaben, finden wir eine Bar die 24h offen hat und lassen uns dort nieder. Wir verbringen den Abend mit Skypen und Blog schreiben.



Heute Buchen wir unseren Bus nach Ho Chi Minh City, Vietnam. Es sind nur 5h Fahrt. Da wir noch etwas Zeit bis zur Abfahrt haben, fahren wir nochmal zum Russian Market und kaufen noch ein paar Klamotten, die angeblich echt sein sollen und direkt aus den Fabriken aus der Umgebung kommen.
Diese Fabriken haben wir gesehen als wir mit dem Bus von Sihanoukville nach Phnom Penh gefahren sind. Wie im Fernsehen, es war Feierabend und zigtausend Arbeiter kamen aus den Hallen geströmt und wurden in Pick-UPS in die Wohnanlagen transportiert. Naja wir kaufen nur eine Hose und ein Top, sonst haben wir ja wieder zuviel Gepäck. Aber bis jetzt der beste Markt seit langem bezogen auf Kleidung.
Am Ticketbüro werden wir aufgegabelt und quer durch die Stadt zu unserem Bus gefahren. Davor steht ein Essensstand und wir kaufen ein. Es ist einfach immer wieder lustig, weil die meisten Verkäufer gar kein Englisch sprechen. Also wird immer auf gut Glück und Aussehen gekauft. Aber bis jetzt hatten wir meistens leckeres Essen, dieses Mal ist es warmer, klebriger Reis mit Sojabohnen und frisch geraspelten Kokosstreifen.
Die Busfahrt ist angenehm und die Leute kompetent. Beim Grenzübergang wird uns alles erklärt und es läuft unproblematisch. Beim Eintritt nach Vietnam werden sogar Gepäck und Bus durchgescannt. Das hatten wir auch noch nicht. Wir kommen doch erledigt gegen 21 Uhr in Ho Chi Minh City an und der nervigste Taxifahrer wartet schon auf uns.






by chaos0815-crew

Donnerstag, 26. Juli 2012

"Is(s)t da ein Affe in unserem Bad??"

Kambodscha - Sihanoukville

Wir lassen uns an das Guesthouse "Monkey Republic" fahren, dass wir uns vorher schon ausgesucht haben. Die Bungalows sind ziemlich teuer, aber die Lage ist ganz gut, 10 min bis zum Strand. Wir essen zuerst was und machen uns dann auf den Weg. Am Strand angekommen sind wir erstmal überrascht. Eine Bar neben der anderen und davor auf dem Sand diverse Liegen 3m vor dem Meer. Wir ergattern noch so ziemlich die letzten beiden Liegen. Das Wetter ist der Wahnsinn, die Aussicht genial und man bekommt sein Trinken direkt an den Platz gebracht. Sofort werden wir von Damen angesprochen die eine Massage, Maniküre, Pediküre oder diese Enthaarungsmethode mit dem Faden anbieten. Ein "Nein" gibt es nicht, sondern nur ein "Maybe later" und "promise you ask me then". Naja Entspannung sieht ersteinmal anders aus, aber wenn man sich schlafend stellt geht es einigermaßen. Wir beobachten das treiben und genießen die Entspannung. Natürlich werden auch hier Armbänder von Kindern verkauft und auch Essen. Frische Langusten oder Hummer oder so ähnlich. Ich entscheide mich für eine Rückenmassage und Chris für die angenehme Art seine Haare am Rücken zu entfernen. Ich bin mir sehr sicher, das waren die angenehmsten 30 min. seines Lebens. Lustig ist es, dass einem Mann 2 Liegen weiter das gleiche angetan wird :). Ach ja ich genieße mein Bier. Zum Ende hin bestellen wir bei einer Frau diese Krabbentierchen. Ein Traum. Sie bereitet sie noch mit Gewürzen und Limetten frisch für uns zu und wir genießen es. Leider habe ich in letzter Zeit etwas mit Magenschmerzen zu kämpfen, daher ist der Abend sehr gediegen.

Der Weg zu unserem Bungalow:


Fiese Enthaarung:


Die Strandmahlzeit:


So muss das sein:


Heute geht der Tag genauso weiter wie der gestrige aufgehört hat. Wir verbringen einfach den ganzen Tag im Restaurant, schreiben Postkarten, Skypen und essen. Eigentlich wollten wir unser Ticket für die Insel Ko Russei buchen, aber leider ist diese wegen der Regensaison geschlossen. Also bleibt noch Ko Rong. Da die Reisebüros geschlossen sind muss morgen alles spontan klappen.

Die Karte in der Bar:


Wir müssen um 10.30 auschecken, frühstücken und buchen die Fährfahrt sowie eine Unterkunft für die erste Nacht. Um 12.30 ist der Pick up, der uns an die Fähre bringt. Wie immer doch nur ein kleines Boot. Das Wetter ist so wie man es sich in der Regensaison vorstellt, nur auf hoher See fühlt es sich doch anders an. Die Planen, die vor seitlich eindringendem Regen schützen sollen fliegen immer weg und alle Leute am Rand werden nass. Wir sitzen zum Glück in der Mitte, da wir das ja schon von Koh Samet kennen. Zum Glück fahren wir frontal auf die Wellen zu, daher schaukelt das Boot minimal. Aber der Blick ist schon krass, wenn man kein Festland mehr sieht und ein Regenguss vom Himmel fällt. Sowas haben wir auch noch nicht erlebt. Die zweistündige Fahrt zieht sich enorm. Nochmal spannend wird es als wir auf die Insel zusteuern und dann doch parallel zu den Wellen fahren. Da kamen dann auch die ersten Schreie von Passagieren. Ziemlich spät meiner Meinung nach für diese Fahrt :). Aber wir denken uns immer, solange der Kapitän lacht ist alles gut. Wir kommen heil auf der Insel an und laufen im Regen entlang des Strandes zu unserem Bungalow. Natuerlich ganz am Ende. Leider sieht im Regen alles eher trist aus, aber der einsame Strand beeindruckt doch. Der Bungalow ist auch in Ordnung. Anscheinend wird auch nichts gestohlen, denn dieser ist so gebaut, dass es garkein Problem ist einzudringen. Weder für Mensch oder Tier. Wir finden ein nettes Restaurant und verweilen dort. Da es nur Elektrizität von 17-22.30 Uhr gibt müssen wir zu der Uhrzeit auch Heim. Wir schauen noch einen Film. Währenddessen macht Christian auf einmal den Ton aus und schreckt hoch. "hörst du das auch" "ähm, nein" "da ist was im Bad" "oh nein, ja ich hör's". Als wir mit dem Taschenlampenlicht ins Bad leuchten hört das Rascheln wieder auf. Wir vermuten, dass ein Tier sich an unserem Mülleimer im Bad zuschaffen gemacht hat. Ein Äffchen, eine Ratte oder eine Katze? Oder doch ein Elefant, der mit seinem Rüssel über die viel zu kleine Bambuswand drüberhing? Ach ja die Phantasie, wenn man ohne Strom unter dem Moskitonetz mit einer Taschenlampe auf einer Insel sitzt. Einige Minuten später wieder dieses Rascheln. Wir leuchten wieder ins Bad und warten bis es aufhört. Dann müssen wir nachschauen. Christian geht heldenhaft voran. Nichts zu sehen außer die leere Keksverpackung, die wir am Mittag hineingeworfen haben. Aber da war damals nichts drin außer einige Krümel. Da der restliche Müll im Eimer wie plattgesessen schien, vermuten wir ein Äffchen. Gute Nase. Ausserdem heisst die Insel auch "Monkey Island", ob das ein Zufall war?! Naja, wir begeben uns wieder unter unser sicheres Moskitonetz und schlafen.

Wann geht die Welt nochmal unter?


Unten rechts der Mülleimer, in dem das Tier gehockt hat. Oben rechts sieht man wie dicht das ganze gebaut ist:




Eigentlich ist Check Out Time um 9 Uhr. Genau unsere Zeit. Da wir noch eine Nacht bleiben wollten überziehen wir die Zeit und gehen gegen 10.30 frühstücken. Normalerweise kann man dann eine weitere Nacht bleiben. Während dem Frühstück kommt die Pächterin und sagt "ok, you Check Out today?!" wir beide so "Hmm, no," und sie wieder "yes, you only paid for one Night, other guests are coming at afternoon". Tja, da stehen wir ohne Dach über dem Kopf. Also begeben wir uns auf die Suche nach einem anderen Bungalow und werden auch glücklicherweise fündig. Dieser liegt an einem kleinen Hang und macht dank der Hängematte den Blick auf das Meer noch besser. Andernfalls hätten wir mit der Mittagsfähre aufs Festland gemusst. Wir haben wieder Glück und die Sonne kommt raus. Wir verbringen den Mittag am Strand. Ein Traum. Wie ein paar Sonnenstrahlen den Eindruck verändern ist immer wieder der Wahnsinn. Als die Sonne langsam untergeht und außer uns niemand mehr am Strand ist bemerken wir kleine Fliegen die sich auf uns setzen. Erst nach einiger Zeit merken wir das diese Fliegen stechen. Es sind wohl Sandfliegen, die mir etwa 50 kleine, stark juckende Stiche bescheren. Abends gibt es dann in unserem Restaurant lecker Barbecue. Leider müssen wir darauf 1h warten, weil der Koch wohl etwas durchgedreht ist und einfach abhaut, um im Nachbarrestaurant einen Joint zu rauchen. Dann muss der Chef und die Belegschaft ran. Es schmeckt trotz der Aufregung sehr gut. An diesem Strand hier kann man nachts schwimmen und erlebt dabei eine Natursensation. Bei Bewegung funkelt das Meer auf, hier gibt es Massen an fluoreszierendem Plankton. Einfach der Wahnsinn. Es reicht schon wenn man knietief drinsteht und sich irgendwie bewegt. Wenn man schwimmt ist es noch krasser, weil es einfach um einen herum leuchtet. Einfach unbeschreiblich und leider auch nicht vorzeigbar, denn man sieht es nicht, weder auf Bildern noch auf dem Video. Ihr müsst es einfach selbst ausprobieren. Es lohnt sich. Ehrlich!!

Mit Selbstauslöser!!


Heute geht die Fähre schon um 10 Uhr, weil wir direkt weiter nach Pnom Phen wollen. Auf der Fahrt wird mir etwas übel, da ich kaum was gegessen hatte. Wieder so eine lange Fahrt, dafür ist das Wetter diesmal besser. Man kann wohl nicht alles haben. Wieder am Guesthouse buchen wir einem Bus in die Haupstadt, der eine Stunde später schon geht. Wieder 5h fahren. Juhu. Am Busbahnhof angekommen trauen wir unseren Augen nicht. Es ist genau der gleich Bus mit dem wir von Siem Reap nach Pnom Phen gefahren sind und dort ja umsteigen mussten, warum auch immer. Dieser Bus steht jetzt in Sihanoukville vor uns. Unser geliebter, veranzter "Sleeperbus", der er ja dann doch nicht war. Diesmal kein Problem, weil wir ja tagsüber fahren, aber trotzdem ein riesen Zufall. Den anderen Passagieren wurde wohl auch was anderes versprochen, denn einige sind sichtlich genervt beim Anblick des Buses. Ach ja, es ist doch immer wie beim Überraschungsei. Man weiß nie was man tatsächlich bekommt.

Der lässige Kapitän:


Das sieht man dann von der Hängematte aus:


It never rains on Monkey Island, man it pours......


by chaos0815-crew

Dienstag, 24. Juli 2012

Besser als gedacht!!

Kambodscha - Siem Reap

Heute gehen wir den Tag etwas gemütlicher an, da wir von der Busfahrt ziemlich erledigt sind. Nach ausgiebigem Früstück/Mittagessen berät uns unsere Bedienung, wie wir die Tage hier am besten verbringen. Natürlich, um uns an Fahrer zu vermitteln und Geld zu verdienen. Wir lassen erstmal alles bei einem Glas Wein am Mittag auf uns wirken. Nach weiterer Information, war der erste Hinweis doch günstiger. Also entscheiden wir uns heute Nachmittag an das Angkor Wat zu fahren, um den Sonnenuntergang zu sehen. Die tuktuks in Kambodscha sehen anders aus. Hier sind es normale Roller mit einem Anhänger, der wiederum eine Miniaturkutsche darstellt. Es gibt richtig schicke Versionen. Am Wat angekommen schickt uns der Fahrer zum Haupteingang und wir versuchen uns erstmal zu orientieren. Das Wat macht in 30 min zu. Bis das geschieht haben wir den Eintritt zum Tempel auf einem Berg verpasst, von dem der Sonnenuntergang am schönsten sein soll. Da es aber sehr regnerisch und bewölkt ist werden wir wohl nichts verpassen. Wir haben uns mit Freunden in der Angkor W(h)at?! Bar verabredet, mit denen wir auch in Laos unterwegs waren. Vorher schlendern wir noch über den Nachtmarkt und essen in einem einheimischen Strassenrestaurant. Hier gibt es unfassbar viele Insekten die gerne auch auf die Menschen hüpfen, krabbeln oder einfach gegen sie fliegen. Dementsprechend schnell haben wir gegessen. Etwas weniger Glück hatte ein anderer Gast. Dieser Frau fällt eine Fledermaus auf den Teller. Anscheinend vom Dach über den Tischen. Yummie.
Das Ziel fuer den nächsten Tag ist es um 5 Uhr früh ans Angkor Wat zu fahren, um den Sonnenaufgang zu beobachten.

TukTuk,Cambodian Style:




Besuch beim essen am Strassenstand:


Ok, das mit dem früh aufstehen ist einfach nicht unser Ding. Heute leihen wir uns Mountainbikes aus und fahren die ganze Strecke mit dem Rad. Ca. 10 km einfacher Weg. Aber da alles eben ist gar kein Problem. Dort angekommen regnet es natürlich erstmal. Bis wir endlich unsere schicken Regencapes anhatten, hat es auch schon wieder fast aufgehört. Ok und alles wieder runter und weggepackt. Dann regnet es weiter aber wir nehmen den Schirm, ist komfortabler :).
Die Anlage des Angkor Wat ist sehr groß aber auch überschaubar. Diese Stätte wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist die größte religiöse Stätte ihrer Art. Wir wandern durch die Hallen, über das Gelände und sind fasziniert von der Sorgfältigkeit mit der diverse kleine Gemälde in die Steine eingemeißelt sind. Wir entscheiden uns am nächsten Tag wieder zu kommen und dann einen Guide zu engagieren. Während wir einige Bilder von uns am See davor gemacht haben, mit dem Wat im Hintergrund, machten auch diverse (wir glauben Japaner) Bilder von uns. Total kurios. Wir posierten richtig für die und die haben sich riesig gefreut. Wir haben uns schon leicht wie eine Touriattraktion gefühlt :). Nach dem Blitzlichtgewitter geht es weiter auf Erkundungstour.
Auf dem Gelände befinden sich auch diverse Affen, die Essen und Getränke von den Touris bekommen oder einfach von ihnen nehmen.
Wir nehmen uns auch vor, wieder auf den Berg zu gehen, um den Sonnenuntergang zu sehen. Ein Aufstieg von ca. 20 min. Leider sind wir nicht die einzigen mit der Idee. Der Eintritt ist limitiert auf 300 Gäste. Die gefühlten 100 Reisebusse mit Chinesen, Japanern und Koreanern haben wir wohl übersehen. Natuerlich muss man bis ganz hoch laufen, um dann festzustellen dass zu viele Leute anstehen und der Eintritt dichtgemacht wird. Also wandern wir die 20 min wieder runter vom Berg.
An jedem Eingang stehen duzende von Frauen und Kindern, die einem IRGENDWAS verkaufen wollen. Christian bekommt grundsätzlich Bier angeboten und ich Bücher und Schals. Freundlich lehnen wir jedes Angebot ab und schlagen uns durch die Menge durch. Als ich mich mit meinem Fahrrad durch die Menge schlage, werde ich von einer asiatischen Frau am Arm gestreichelt und angelächelt. Anscheinend sehen die nicht oft Europäer. Diese Asiaten.
Wir machen uns auf den Weg Heim, da wir kein Licht am Rad haben und die Strassen nicht beleuchtet sind. Dies ist auf den ersten 2km sehr abenteuerlich, weil die Strasse ungefähr nur eine Spur breit ist und aus beiden Richtungen Reisebusse anrasen. Denn hier wird nicht gebremst, sondern immer nur gehupt und dann hat das nächst kleinere Fahrzeug vom Weg zu weichen oder man wird umgefahren. Klare Regeln an die sich jeder hält. Daher wird, gerade in Kambodscha, am laufenden Band gehupt. Die Stadt ist ziemlich staubig und daher wird man automatisch dreckig durch den Wind der alles in die Luft wirbelt. Nachdem wir die Räder abgegeben haben gönnen wir uns einen Pancake und stellen mal wieder fest, dass die Welt ein Dorf ist. 2 min später trudelt Matthew mit einem Mädel an, das wir nicht kennen. Die beiden wollen auch einen Pancake. Ihn kennen wir auch aus Laos und haben ihn bei der Hälfte der Reise verloren :). Sie berichten uns, dass sie heute morgen den Sonnenaufgang erlebt haben und den ganzen Tag die gesamte Anlage abgefahren sind. Normalerweise plant man dafür 2-3 Tage ein. Da ein Tagesticket aber 20$ kostet überlegt man sich das auch mal. Wir gehen zusammen auf ein Feierabendbier und beschließen morgen früh den Sonnenaufgang jetzt wirklich zu sehen.

Im Hintergrund Angkor Wat, vorne Touristen:


Ein Mönch mit iPad...


Ok, wir geben es auf. Der ist bestimmt so toll wie woanders auch noch :). Wir mieten uns heute wieder ein Rad und düsen ans Wat. Heute ist der Plan einen Guide zu nehmen und noch die andere Anlage, Angkor Thom, zu besichtigen. Am Angkor Wat suchen wir einen Guide. Da wir keinen sehen fragen wir einen Ticketkontrolleur, wo wir denn einen solchen finden. Dieser ist freundlich und hilfsbereit und ruft die Polizei. OK! Als der Polizist ankommt telefoniert er und plötzlich steht ein Guide vor uns. Ok, etwas verwirrt gehen wir los auf geschichtliche Erkundungstour. Es ist sehr interessant und das Geld Wert. Ach ja, ziemlich am Ende der Tour fragt uns der Guide, wieso wir den Polizisten geholt/gefragt hätten. Wir erklärten ihm die Situation, dass wir nicht wussten woher wir einen bekommen und uns einfach durchgefragt haben. Dann wurden wir aufgeklärt, dass der Guide 3$ an den Polizisten abgeben muss, weil dieser zur "Comission" gehört. Das ist die Organisation, die für die ganze Korruption verantwortlich ist. Upsi.
Wir beeilen uns,weil wir wieder spät dran sind und fahren 3km weiter zum Angkor Thom. Einem noch älteren Tempel, der beeindruckend in die Höhe ragt. Dieser ist voll von Türmen mit 4 Gesichtern in Stein in jede Himmelsrichtung. Die gesamte Anlage ist riesig und wir fahren noch etwas weiter. Leider ist es nicht mehr erlaubt in die Tempel zu gehen. Also fahren wir nach Hause.
Wir sind wieder mit den anderen verabredet und feiern unser Treffen. Wir entscheiden uns am nächsten Tag weiter nach Sihanoukville zu fahren.

Bayon Tempel im Angkor Thom:


Heute checken wir aus und Buchen ein Ticket für einen Nachtbus nach Sihanoukville, da die Fahrt wohl ca. 8h dauert. Wir verbringen den ganzen Tag im Restaurant und organisieren unsere weitere Reise. Schon in Laos sind wir über einen Laden gestolpert, in dem man für sehr wenig Geld sich Filme, Musik, ebooks oder Hörbücher auf den mp3 Player oder aufs iPad Laden kann. In Kambodscha gibt's diesen in jeder größeren Stadt. Leider ist der Speicherplatz voll, sodass es nur für einen Film reicht. Dafür gibts aber die 3er Reihe von Suzanne Collins als ebook, Harry Potter 1-4 als Hörbuch und 500 Lieder für Christian :). Danach treffen wir uns wieder mit den anderen zum Abendessen und entscheiden uns kurzfristig zur European Karaoke, da heute Deutsche, Engländer, Österreicher, Belgier, Holländer und Amis dabei sind. Der Ladenbesitzer ist ein merkwürdiger, an den Pate erinnernder Italiener, dem es wohl total egal ist, ob er Umsatz macht oder nicht. Der Laden ist auch absolut ausladend, aber wenn man sich was in den Kopf gesetzt hat. Wir zahlen 2$ für ein Bier und wählen unsere Titel. In der Bar vorher gab es das gleiche Bier für 0,5$. Wir schaffen 2 Lieder und sprinten dann zum Treffpunkt fuer unseren Nachtbus. Pick up ist am Guesthouse. Nachdem wir fast 1h gewartet haben, kommt ein Minibus, um uns zum Big Bus zu bringen. Bis jetzt alles normal, bis auf die Verspätung. Wir fahren ganze 50 Meter und halten an einem Reisebus, der an der Hauptstraße steht. Ja genau, dafür haben wir 1h gewartet. Ein Witz. Wir sind vorher an dem Bus schon vorbeigelaufen. Ok, wir steigen ein und sind entsetzt, denn es ist 0 Uhr und wir stehen in einem stink normalen Reisebus, ohne Schlafsitze geschweige denn Betten. Wir setzen uns erstmal hin und warten ab. Vielleicht steigen wir ja nochmal um. Nicht. Wir sprechen einen dazugehörenden Mann an und fragen ob das der Sleeperbus ist. Dieser lacht hämisch und geht weg. Ich frage einen anderen ob es hier Toiletten gibt und er antwortet total frech, dass er es nicht weiß. Die Stimmung ist Super :), vor allem wurde uns eine Decke versprochen und ich hab nur ein Kleidchen getragen. Grundsätzlich läuft die Klima in jedem Bus auf gefühlten 10 Grad.
Naja, wir hatten keine andere Wahl und haben versucht das beste daraus zu machen.
Nach 6h Fahrt halten wir in Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha, um den Bus zu wechseln und 1h später weitere 5h nach Sihanoukville zu fahren. Die Fahrt ist immer aufregend, weil die Strassen hier manchmal einfach so für einige hundert Meter aufhören und man über Schotter fährt und dann beginnt irgendwann wieder der Asphalt. Ist total nachvollziehbar. Um 12 Uhr mittags kommen wir dann endlich in Sihanoukville an und das Wetter ist perfekt, um an den Strand zu gehen.

Sonnenuntergang bei Angkor Thom:



Der Strand von Sihanoukville:


Was uns in Siem Reap extrem aufgefallen ist, sind die bettelnden Kinder. Dies ist ziemlich heftig, da Kinder im Grundschulalter meistens noch Babies mit sich herum tragen, um noch mehr Mitleid zu erhaschen. Dieser Anblick bricht einem das Herz, gerade wenn man an unsere lieben Sophia und Iven denkt. Die Kindern tuen einem wirklich leid, aber das schlimme ist, dass dahinter eine riesen Machenschaft steckt. Vor allem ist der Standardspruch "we don't want Money, wanna Food", aber wenn man ihnen Geld anbietet oder was kauft, dann wollen sie lieber dein Geld oder geben es sogar im Geschäft zurück. Und dann reicht auch nicht 1$, sondern dann müssen es gleich 5-6$ sein für das Milchpulver. Nur leider würde sowas nie bei den Kindern direkt ankommen, daher lassen wir das auch. Am heftigsten war der letzte Abend. Gerade, als wir auf dem Weg zum Bus sind, steht ein schwarzer Transporter an der Strasse und als ich vorbeigehe springt ein Junge mit Baby im Arm auf die Strasse und bettelt mich an. Ich sehe mich um und da sind wieder zig Kinder unterwegs. Anscheinend war gerade Wechsel, denn die Tage vorher waren es immer die gleichen Kinder an den gleichen Stellen und heute hat man kaum welche gesehen. Ziemlich traurig.
Manche Kinder verkaufen Rosen, Postkarten oder Bücher und werden richtig patzig wenn man nichts kauft. Einem Freund wurde ein nettes "Fuck you" hinterhergerufen, weil er keine Rose kaufen wollte.
Englisch sprechen sie hier wirklich alle. Das ist bemerkenswert.
Man wird auch permanent von Behinderten angesprochen, die entweder Geld wollen oder einem Bücher verkaufen. Wir begreifen schnell warum niemand an den Strassenplätzen in den Bars sitzt. Es ist furchtbar, aber anscheinend ist das nicht der richtige Weg um zu helfen. In jeder Broschüre wird davon abgeraten. Wenn man es nicht direkt bekommt, dann versuchen diejenigen Mitleid zu erhaschen. Sogar unser TukTuk Fahrer, der uns ans Guesthouse gebracht hat, meinte wir sollen ihn für morgen Buchen, sonst bekommt er Ärger vom Chef und verdient kein Geld und und und...und setzt dabei seinen Hundeblick auf. Das war auch merkwürdig, lieber Ali.

Ein Hinweisschild in der Nähe des Angkor Wat (wer macht denn sowas??):



Leckeres Essen am Strand:


Eine weitere Eigenheit sind TukTuk Fahrer und Verkäufer. Diese springen einen förmlich an, schreien einem irgend ein Angebot um die Ohren und würden dich am liebsten am Arm irgendwo reinziehen oder dich solange halten bis du was kaufst. Teilweise rennen sie einem hinterher oder auf einen zu. Dies ist sehr anstrengend, weil man nicht in Ruhe die Strasse entlanglaufen kann. die meistgehörten Sätze hier sind: TukTuk? Ok?! Where you go? Sir, a Beer? Lady a scarf? Hammock? Do you wanna buy a Book? Why not? Maybe later?

Maybe Not!!


by chaos0815-crew

Mittwoch, 11. Juli 2012

Bilder aus Laos





Der Mekong in der Nähe von Chiang Khong


Eine Meute beim "tuben"


Der Hof eines Tempels nach einem Regenguss



Aussicht auf Vientiane, die Hauptstadt von Laos


Der Buddha Park in der Nähe von Vientiane



Die Fahrt im Nachtbus, sehr zu empfehlen!


Die Gang mit dem Bike!


Das ist noch eine kleine Pfütze!


Frische Ananas vom Feld, lecker zubereitet


Ganzes Huhn am Spieß


Sonnenuntergang auf Don Det

by chaos0815-crew

Chaos in Laos

Hier in einem Schwung unsere ganzen Erfahrungen aus Laos. Wir laden so viele Bilder wie möglich hoch. Viel Spaß damit!

Luang Prabang

Mit einem kleinen Boot geht es über den Mekong, der Thailand und Laos trennt. Da dies ein offizieller Grenzübergang ist, sind alle Prozesse eingespielt und standardisiert. D.h. Für uns ist es kein Problem ein Visum zu bekommen. Nachdem die ganze Gruppe fertig ist, gehen wir mit unserem Guide zu seinem Büro, kaufen Sandwiches und Obst fuer die Fahrt und werden mit einem TukTuk zu der Bootsanlegestelle gebracht. Pro Tag fährt nur ein Boot, d.h. Es wird natuerlich probiert es so voll wie möglich zu machen. Wir erwischen wohl ein besseres mit gepolsterten Sitzen. Alles ist extrem eng, da ca. 100 Leute anwesend sind obwohl es nur Plätze für ca. 70 gibt. Einheimische reisen auf diesem Weg, mit ihrem ganzen Hab und Gut, also auch Hühner und Roller sind anwesend.
Die Fahrt am ersten Tag dauert ca. 7,5h. Etwas erledigt kommen wir in Pakbeng an. Einem Dorf, das wohl nur für den Stopp des Slowboats dient. Am Ufer werden wir überrannt von Leuten, die uns ein Guesthouse anbieten wollen. Wir haben schon vorher eins gebucht und müssten uns keine sorgen machen. Im Guesthouse "bounmee" werden wir gut versorgt und die Unterkunft ist völlig in Ordnung.

Am nächsten Morgen geht es um 9 Uhr nach dem Frühstück wieder an Board. Ok, Christian hat seinen ersten Lao-Coffee probiert. Man könnte meinen der Löffel fuer den Zucker könnte ohne Hilfe stehen :) also an den Geschmack muss man sich wohl noch gewöhnen. Die Aussicht auf dem Mekong ist atemberaubend und es ist faszinierend, dass ständig Felsen aus dem Wasser ragen. Diese Fahrt dauert ca 8,5h und etwas kaputt kommen wir dann in Luang Prabang an. Einer kleinen idyllischen Stadt. Nach etwas Orientierung finden wir, dank Matthew, ein günstiges Zimmer, für 4€ pro nacht. Nach 10 min. verschnaufen geht es mit einer lustigen Truppe auf den Markt was essen und dann ins Utopia, einer gemütlichen Bar direkt am Fluss. Da um 23.30 Uhr Sperrstunde ist werden wir von einem netten Busfahrer zum Super Bowlingcenter/Disko gefahren. Naja, im Endeffekt ist es eine ganz normale Bowlinghalle mit kahlen Wänden und zu trinken gibt es nur Bier :). Wir versüßten uns den Abend mit Trinkspielen, die uns erstmal alle in englisch erklärt werden. Sehr witzig.

Ausgeschlafen geht es heute erstmal ins Delilahs, ein kleines sehr westlich orientiertes Restaurant. Da es sehr heiß ist, hab ich (Helena) heute erstmal ziemliche Kreislaufprobleme, sodass wir uns nach etwas Stadtspaziergang an einem Restaurant am Fluss niederlassen. Zum Sonnenuntergang geht es dann gestärkt hoch hinauf auf den Tempel, der am höchsten Punkt der Stadt liegt. Der Ausblick ist herrlich, die Landschaft in Laos ist wirklich wunderschön. Nach dem Essen (Pizza) treffen wir uns mit den anderen im Guesthouse zum Erzählen und gehen früh ins Bett. Morgen steht der Ausflug zum Wasserfall Kuang Si an.

Um 10 Uhr ist Treffpunkt und wie das so ist mit 13 Leuten, wird alles verzögert. Nachdem jeder mit Essen versorgt ist und wir ein günstiges TukTuk gefunden haben geht es los. Die Fahrt dauert ca. 1h. Nach einem kleinen Marsch steht man vor den ersten Becken mit türkisblauem Wasser. So einen Wasserfall haben wir auch noch nicht gesehen. Entlang des Weges gibt es diverse, aber nicht alle sind zum schwimmen geeignet. Am großen Pool angekommen sieht man schon die ganzen Touris, die sich mit einem Seil ins Wasser schwingen oder von einem Felsvorsprung springen. Das Wasser ist wunderschön und es befinden sich sogenannte Spa-Fische drin. D.h. wenn man die anderen beim Springen bestaunt und im Wasser steht, knabbern kleine Fische an deinen Füssen die Hornhaut ab, yummie :)
Christian und ich haben uns beide beim Seilschwingen so doof angestellt, dass wir uns beide paar Finger geprellt haben. Naja das wird schon wieder...zusätzlich wagen wir uns noch auf die Spitze des Wasserfalls und legen eine kleine Wandertour zurück. Der Ausblick ist schon der Wahnsinn und man erkennt die ganze Pracht des mehrstufigen Wasserfalls und seinen kleinen Becken.
Nach 3h geht es mit dem TukTuk wieder zurück in die Stadt. Da wir in dieser Nacht noch das Spiel Deutschland-Italien sehen wollen bleiben wir eine Nacht länger in Luang Prabang. Alle anderen reisen in dieser Nacht ab.
Naja ok, so toll war das Spiel jetzt auch nicht :-/
Am nächsten Tag reisen wir um 8 Uhr mit dem Minibus nach Vang Vieng, die Stadt fürs Tuben und Klettern. Die Fahrt ist eine der schlimmsten, da unser Fahrer anscheinend zu viel Formel 1 geguckt hat und jede Kurve mit Schmackes mitnimmt. Was dazu führt, dass man keine Minute ruhig sitzen kann, sondern nur von einer Seite in die andere geschleudert wird. Noch unangenehmer ist die extrem laute laotische Musik, die aufgedreht wurde und die Freundin vom Fahrer die neben mir saß/lag und es sich auch mal auf meiner Schulter bequem gemacht hat, genauso wie Christian. Nach 5h Fahrt und einem kleinen Einkauf von 1kg Gurken auf dem Markt kommen wir leicht erledigt in Vang Vieng an :).


Vang Vieng



Nach etwas Suche und dem weniger anspruchsvollen Zimmer der letzten Nächte entscheiden wir uns für etwas Luxus und nehmen uns ein Zimmer für 10€ pro Nacht/Zimmer. Mit weiser Voraussicht, dass wir dieses Luxus nach dem Tuben brauchen. Unter "tuben" versteht man hier, dass man sich einen alten Schlauch von einem Traktorreifen ausleiht und sich auf diesem den Fluss hinunter treiben lässt. An dem Flussufer gibt es dann mehrere Bars, in denen den ganzen Tag Party ist. Wenn man an der Bar vorbeitreibt werfen die Angestellten Wasserflaschen an einem Seil und ziehen dich an die Bar ran.
Nachdem wir etwas die Stadt erkundet haben, treffen wir nach und nach alle Leute der letzten Tage wieder, die uns einen Tag voraus sind. Extrem zerstört nach dem Tuben sind diese kaum ansprechbar. Ohje, was uns da wohl erwartet morgen. Zum Glück gab es noch ein Pärchen aus den USA, die ebenfalls heute erst angereist sind. Mit denen lassen wir den Abend in der Smile-Bar ausklingen bei ein paar kostenlosen Buckets (kleine Eimer mit Cocktails drin, der typisch für Thailand und Laos ist).

Heute ist um 13 Uhr Treffpunkt mit allen zum Tuben. Wie erwartet schaffen es nicht alle, aber die Stimmung ist Super. Nachdem wir uns alle mit Burgern versorgt und einen Ring ausgeliehen haben, werden wir mit dem TukTuk an den Startpunkt gefahren. Nach der Überquerung des Flusses ist schon die erste Bar. Die Ringe werden an die Seite geschmissen und am Eingang bekommt man direkt Whiskey in den Mund gegossen und ein Armband um. Nach diesem harten Einstieg geht es erstmal mit Bier weiter. Überall läuft Musik und die Stimmung ist Super. Alle chillen, tanzen oder spielen Trinkspiele, aber in einer so gemütlichen Atmosphäre wie ich es noch nicht erlebt habe. Ok vielleicht tragen auch die Massen an Marihuana und Pilzen bei, die man überall kaufen und konsumieren kann, sowohl zum Essen, Rauchen oder auch trinken :-D. Da es so heiß ist, genießt man auch eine Dusche an der Bar. Irgendwann geht es weiter an die nächste Bar. Theoretisch könnte man da hinlaufen, da die ersten 6-7 Bars alle press nebeneinander sind, aber wegen der Gaudi begeben wir uns natürlich aufs Wasser. Nach kurzem treiben stehen schon die "Fänger" bereit und werfen mit gefüllten Wasserflaschen nach dir, um einen an Land bzw. In die Bar zu ziehen. Dies klappt erstaunlich gut. So geht es den ganzen Tag von Bar zu Bar. Wir vergessen die Zeit und bleiben zu lange, sodass es schon dunkel wird als wir uns zur letzten Bar treiben lassen wollen. Aber irgendwie war diese nicht aufzufinden :). Da wir immernoch ca. 10 Leute waren, haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und einfach solange den Fluss entlangtreiben lassen bis irgendwelche TukTuk-Fahrer mit Taschenlampen und Seilen uns aus dem Wasser Fischen. Anscheinend sind wir nicht die Einzigen, denen das passiert. Etwas überteuert bringt dieser uns wieder in die Stadt. Weil alle nass und kaputt waren, gehen alle brav nach Hause :).

Am 2. Tag sind wir wieder zum Tuben verabredet. Da manche aber weitergereist sind, sind wir zu viert los. Was dem Spass eindeutig keinen Abbruch bringt. Da es etwas regnerisch ist, ist weniger los, aber wir haben uns davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. Da wir nichts aus unseren Fehlern lernen, bleiben wir zu lange und sind immernoch viel zu spät auf dem Wasser. Diesmal gibt es nicht mal mehr TukTuk-Fahrer, die uns rausfischen. Also lassen wir uns noch weiter treiben, bis wir eigenständig bei der Smile-Bar landen und uns aus dem Wasser ziehen. Zwischendurch gabeln wir noch weitere umhertreibende Tuber auf. Gemeinsam geht alles besser :). Da wir schonmal hier sind, genießen wir noch einen Drink und wollen dann den Tube abgeben. Leider war es nach 20 Uhr und der Service hatte schon zu. Nun stehen wir da mit unseren Tubes. Nach ein paar Minuten kommt doch ein Mann und öffnet die Garage. Da wir aber wohl kein Geld zurück bekommen, nehmen wir aus trotz einen Tube mit ins Zimmer. Aus Prinzip! Der Abend geht wieder früh zu Ende.

Am kommenden Tag früstücken wir zu lange und verpassen die Busse weiter nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Diese fahren nämlich nur bis 14 Uhr. Also Buchen wir unser Ticket fuer den nächsten Tag morgens um 9.30 und mieten uns einen Roller. Ok, es gibt hier nicht viel zu sehen. Den Abend lassen wir in einer Bar ausklingen in der permanent die Serie "Friends" läuft.

Heute geht es weiter nach Vientiane. Die Busfahrt dauert ca. 3h und geht über holprige, aber meistens geradeausführende Strassen, viel angenehmer.

Vientiane



Wir kommen bei strömendem Regen gegen 18 Uhr in Vientiane, der Hauptstadt von Laos an. Nach circa drei Stunden holpriger Busfahrt setzt uns der Fahrer an der Busstation ab. Etwas orientierungslos laufen wir los und finden recht schnell ein akzeptables Gasthaus. Der Mekong bildet in der Höhe der Stadt die Grenze zwischen Thailand und Laos. Wir laufen die Promenade entlang und lassen uns in einer kleinen Bar nieder, in der später live Musik gespielt wird. Viel mehr geht an diesem Tag auch nichtmehr.

In unserem Gasthaus gibt es ein kleines Frühstück. Nach diesem leihen wir uns Fahrräder aus, ohne Gangschaltung.
Wir radeln die Highlights in der Stadt ab. Ein Tempel, ein dem Arc de Triumphe nachempfundenes Bauwerk und dem Wahrzeichen von Laos, dem Si That Luang. Abends essen wir Pizza. Dank dem internationalen Charakter der Stadt bekommt man hier nahezu jedes Essen.

Heute leihen wir uns einen Roller aus um das Umland der Stadt zu erkunden. Unser Ziel ist die Freundschaftsbrücke, die die Länder Thailand und Laos über den Mekong durch eine Brücke verbindet. Diese Brücke sehen wir nur von weiter weg da wir sonst aus Laos ausreisen müssen, was nicht so praktisch gewesen wäre. Die teils unbefestigte Straße etwas weiter gelangen wir zum so genannten Buddha-Park, der eine Sammlung verschiedenster Buddha-Statuen beherbergt. Aufgrund der Größe und dank der untergehenden Sonne wirklich imposant. Die Bilder folgen dann noch! Abends verlassen wir Vientiane Richtung Pakse mit dem Nachtbus.

Pakse

Wir kommen morgens um halb acht total verschlafen in der Stadt Pakse an. Ein TukTuk-Fahrer bringt uns ins Zentrum der Stadt. Dort buchen wir uns in ein Gasthaus ein und machen uns fertig, um frühstücken zu gehen. Während dem Frühstück schmieden wir weitere Pläne für die weiteren Tage. Zurück in unserer Unterkunft holen wir uns einige Infos wie wir die Gegend erkunden können ein. Obwohl die Unterkunft geführte Touren zum Bolaven-Plateau anbietet beraten uns die Angestellten zu einer individuellen Tour mit einem Zweirad. Sie empfehlen uns zwei Verleihstationen. Eine steuern wir direkt danach an und finden dort, im Gegensatz zu den meisten Stationen, auch Motorräder zum Verleih. Eine Honda 235 "The Tracker" gefällt uns direkt und wir vertrauen der Maschine mit jungfräulichen 89.179 km auf der Uhr. Natuerlich müssen wir nach 7h wieder auschecken, da wir die nächste Zeit nicht in der Stadt sind. Gegen 14.30 Uhr geht es los Richtung dem 90 km entfernten Wasserfall Tad Lo. Unsere Tour führt vorbei an sehr ursprünglichen Bambusunterkünften der Bergvölker. Überall an und auf der Straße stehen Kühe, Schweine, Hühner und Hunde. Teilweise müssen wir einen Slalom durch eine Kuhherde machen, die gerade von 3-5 jährigen Kindern die Straße entlang getrieben werden. Entlang der Straße werden Ananas, Durian und Bananen von den Plantagen angeboten. Die Menschen sind sehr herzlich, winken uns, lachen über oder mit uns und freuen sich anscheinend uns zu sehen. Auf dem Weg zum Wasserfall entdecken wir immer mal wieder eine Grund- oder weiterführende Schule, die für die Entwicklung des Landes stehen, das momentan noch zu den ärmsten 20 Ländern der Welt zählt. Der Anbau von Reis, Kaffee und Holz gehört zu der ursprünglichen Landwirtschaft. Nach etwa 100 km Fahrt kommen wir in der Nähe des Wasserfalls an und begeben uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Wir landen in einem Bungalow aus Bambus mit WC/Dusche "in der Nähe" für 2,5€ die Nacht. Dafür direkt an dem Fluss inklusive dem Rauschen des Wasserfalls und einer Hängematte mit Blick auf diesen.

Am nächsten morgen frühstücken wir schnell und schwingen uns wieder auf die Sitzbank unserer Honda. Auf dem Plan stehen weitere Wasserfälle und alles was so auf dem Weg liegt. Das Ziel ist Paksong, die wichtigste Stadt in dem Bolaven-Plateau. Nach dem ersten Wasserfall fahren wir an einem Schild vorbei, das zu einem Dorf eines Bergvolkes zeigt. Wir biegen von der gut asphaltierten Straße auf einen kleinen Feldweg ab. Dieser ist übersät mit Spitzen Steinen und riesengroßen Pfützen. Jetzt wissen wir auch warum der Mann von dem Verleih uns einen Ersatzschlauch für den Reifen mitgegeben hat. Wir werden ihn zum Glück nicht brauchen.
Vor uns fährt ein Hako mit Sitzfläche und etwa acht Personen als Passagiere. Wir vermuten das die Passagiere Dorfbewohner sind und sind etwas verdutzt als sie ihre Digitalkameras und Fotohandys zücken und Bilder von uns machen. Wer ist also die Attraktion? Anscheinend sind die Dorfbewohner recht gut mit der neuesten Technik vertraut.
In dem Dorf selbst passieren wir einige sehr rustikale Bambushütten mit spielenden Kindern die uns laut zurufen und winken.
Ein großes Matschloch setzt unserer Reise durch das Dorf dann doch ein Ende und wir müssen umdrehen. Bei diesem Wendemanöver kommen drei Jungs zu uns gerannt und präsentieren stolz ihr "Spielzeug", etwa fünf tote Echsen und zwei schillernde Käfer. Der weg zurück führt wieder durch drei bis vier Meter große Schlammpfützen. Wir vertrauen den grobstolligen Reifen unserer Maschine. Zurecht!
Ein paar Kilometer weiter befindet sich ein weiterer Wasserfall, zu dem ein kleiner Weg von einem Dorf aus führt. Wir parken das Motorrad und sofort kommen drei Jungs zu uns gerannt und bestaunen uns und unser Gefährt. Was wir noch nicht wissen ist, dass die drei Jungs, zwischen fünf und zehn Jahren alt, unsere "Guides" zu dem Wasserfall sind.
Der kleinste der Gruppe geht voran und zeigt uns den weg durch Reisfelder und dichtes Gebüsch. Die älteren beiden Jungs begleiten uns ebenfalls. An dem Wasserfall angekommen halten die zwei älteren ein paar Gurken in der Hand, die sie waschen und uns dann hinhalten. Sie sind frisch von den Jungen gepflückt. Wir werden durch die Gegend geführt und bekommen gezeigt wo man baden kann. Die Jungs machen das vor und spielen danach zusammen.
Als wir soweit durch sind gehen wir zurück, natürlich wieder von den Jungs geführt. Für diese professionelle Führung bekommen sie auch etwas Taschengeld.
Das nächste Ziel, die Stadt Paksong, ist eigentlich nicht mehr weit entfernt. Wenn wir da nicht mal links abgebogen wären, um dem Schild zu folgen auf dem Werbung für einen laotischen Staudamm gemacht wird. Ab jetzt gibt es nur noch Schotter- oder Feldweg, keine Schilder auf englisch und erst recht keine Touristen mehr. Uns kommen etliche Feldarbeiter und ein paar Geländewagen entgegen. Auf dem Weg befindet sich ein Camp der UXO Laos, die sich um die Räumung der Minen kümmert. Die Aufgabe dieses Camps finden wir allerdings erst später heraus.
Nach etwa einer Stunde Fahrt ist leider immernoch kein Staudamm in Sicht, es wird langsam dunkel und wir haben keine Landkarte und somit auch keine Ahnung wo und wann das nächste Dorf kommt.
Wir entscheiden uns, umzudrehen und kommen bei Dunkelheit wieder auf der befestigten Straße an. Jetzt liegen noch etwa 30 Kilometer bis zur Stadt vor uns. Das zwar auf einer asphaltierten Straße aber durch die kreuzenden Kühe, das falsch eingestellte Licht der Maschine und der Masse an herumfliegenden Insekten sehr abenteuerlich. Wir landen spät abends in Paksong und nehmen das erstbeste Zimmer, unter anderem wegen der heißen Dusche. Da das Plateau wie der Name schon sagt erhöht liegt sinken hier die Temperaturen nachts stark. Das Zimmer hat starken Schimmelbefall an der Wand, ein Loch in der Decke und einen komisch süßlichen Duft.

Am nächsten morgen machen wir uns auf den Weg zurück nach Pakse. Zwischendurch halten wir an verschiedenen Strassenständen, um Ananas und Durian zu kaufen. Bei einem Picknick an der Strasse wird alles verzehrt.
Zurück in Pakse (gegen 13.15Uhr) erfahren wir, dass der Letzte Bus nach Don Det, unserm nächsten Ziel schon um 14 Uhr fährt. Wir lassen uns noch ein Baguette für den weg schmieren und werden mit einem TukTuk an den Busbahnhof gefahren. Dort merken wir, dass der letzte Bus kein Bus, sondern ein Songthaew, also ein Pickup mit zwei Sitzbänken auf der Ladefläche ist. Mit diesem geht es dann, mit 16 weiteren Passagieren, ein paar Kabelrollen, einigen Säcken Futter und einem Benzinkanister Richtung Don Det, eine der 4000 Inseln (Si Phan Don) im Süden von Laos. Die Fahrt dauert etwas 3,5 Stunden. Immerhin sind die Straßen weitestgehend asphaltiert. In der Hälfte der Strecke legen wir einen Stopp ein, steigen aber nicht aus. Statt dessen kommen etwa 15 Frauen mit Essen und trinken zu dem Fahrzeug. Sie halten ganze Hühner am Spieß, gegrillte Organe und Maiskolben in die Menge. Nachdem alle versorgt sind geht die Fahrt weiter. Mit einem kleinen Holzboot kommen wir dann schließlich an der Insel an.

Don Det Island

Etwas überraschend besteht der so genannte "Sunset Boulevard" aus einem matschigen kleinen weg, der durch den vielen Regen einige große Pfützen besitzt. Dies ist trotzdem der wichtigste auf der Insel, an dem sich alle Herbergen versammeln. Es ist sehr ruhig als wir ankommen, was sich auch die nächsten Tage nicht ändern soll. Es ist eben keine Saison, das merken wir hier ziemlich schnell. Einige Bars haben komplett geschlossen, in anderen sind wir die einzigen Gäste. Wir schlafen in einem Bungalow und checken schon am nächsten Morgen aus, um eine andere Unterkunft zu suchen. Wir finden erneut einen Bungalow, diesmal wesentlich billiger und direkt über dem Mekong. Durch die Latten am Boden sieht man das Wasser fließen. Billiger ist der Bungalow, da die Toilette und die Dusche im Garten der Familie liegt. Mittags muss man dafür einen Wasserbüffel, eine Gänsefamilie und ein paar Kühe passieren.

Den Tag verbringen wir dann in einem Restaurant mit nichtstun, in der Hängematte liegen und das treiben auf dem Mekong zu beobachten. Um 12.30 Uhr unserer Zeit wird Helenas Mutter aus dem Bett geklingelt, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Für den nächsten Tag buchen wir eine Kayaktour.

Morgens müssen wir früh raus, es gibt Frühstück und dann geht es ans paddeln. Im Laufe des Tages besuchen wir zwei Wasserfälle, überqueren die Grenze nach Kambodscha, um dort zu essen und die seltenen Irawaddy-Delfine zu beobachten. Insgesamt eine schöne und anstrengende Tour mit viel Abwechslung.
Wir planen, die Insel am nächsten Tag zu verlassen und buchen eine Bustour nach Siam Reap in Kambodscha. Da hier um 23 Uhr Sperrstunde ist geschieht nicht viel.

Erneu stehen wir früh auf, um die Sachen zu packen und zum Hafen zu laufen. Auf dem Festland müssen wir unseren Einreiseantrag für Kambodscha ausfüllen während wir auf den Bus warten. Die Einreise funktioniert zum Glück problemlos, was nach vielen Erfahrungsberichten nicht immer der Fall ist. Suspekt ist uns nur etwas die Frau die an der Grenze in den Bus kommt und jedem ein Gerät an den Hals hält bis es piepst, kurz auf die Anzeige guckt und dann zum nächsten geht. Das ganze ohne einen Ton zu sagen. Wir vermuten einen Fiebertest.
Danach geht es stundenlang über die Straßen von Kambodscha, die teils gut ausgebaut sind, dann aber mittendrin aufhört oder riesige Schlaglöcher hat, die den ganzen Bus zum schaukeln bringen. Die Fahrt führt auch an vielen kleinen Siedlungen vorbei, in denen alte Autoreifen das Wellblechdach beschweren und alte Werbeplanen die Fenster verdecken.
In den etwas größeren Städten findet man Reichtum direkt neben Armut, ähnlich wie schon in Laos. Ein großes Wohnhaus im prunkvollen Stil wird von mehreren Holzverschlägen umringt.
Wir steigen noch einmal in einen kleineren Bus um, der uns nach Siam Reap bringt. Wir finden recht schnell und unkompliziert ein gutes Gasthaus und verbringen den Abend, etwas erledigt nach den 15 Stunden Fahrt, auf dem Zimmer.

by chaos0815-crew

Position:Laos

Montag, 9. Juli 2012

Pai - Eine Lebenseinstellung

Wir hängen etwas hinterher, hier die Berichte über Pai, einem kleinen Dorf in Nordthailand:

Die ganzen Kurven überstehen wir ganz gut und kommen Abends im dem 3.600 Einwohner Dorf Pai an. Ok, Helena war ziemlich schlecht, aber bei 762 Kurven wohl nicht zu verübeln :). Eigentlich war es nicht auf dem Plan aber durch mehrere Empfehlungen und Berichte haben wir uns dann doch entschlossen, zunächst für zwei Tage, einen Abstecher zu machen.
Wir kommen an der Bushaltestelle in Pai an, die Platz für circa drei Minibusse bietet.
Im Reiseführer haben wir uns schon über ein paar Gästehäuser informiert und entscheiden uns für das Duang Guesthouse, direkt an der Bushaltestelle. Das Zimmer ist in Ordnung, es gibt ein eigenes Bad und eine heiße Dusche. Wir machen uns auf, das Dorf zu erkunden und werden an der Rezeption direkt abgefangen und gefragt was wir denn in Pai so machen wollen. Wir haben keinen richtigen Plan uns lassen uns beraten. Er empfiehlt uns eine Trekking Tour mit ihm persönlich, am nächsten Tag, zu einem Aussichtspunkt. Etwas überfordert aber doch überzeugt buchen wir die Tour.
Dann schlendern wir durch die kleinen Gassen in dem gemütlichen Dorf, in dem manchmal die Zeit scheint stehengeblieben zu sein.
In wenigen Minuten ist man von dem einen zum anderen Ende gelaufen.
Zum Abendessen lassen wir uns bei "Mama Falafel" nieder. In einer Bar lassen wir den Abend ausklingen.

Der Wecker klingelt früh, wir schlafen zu lange und müssen schnell im Restaurant nebenan frühstücken. Dann treffen wir uns auch schon mit Manit, unserem Guide für die heutige Trekking Tour und drei weiteren Personen, die ebenfalls die Tour gebucht haben. Zusammen fahren wir an den Startpunkt der Tagestour, einer kleinen Siedlung chinesischer Auswanderer und Flüchtlinge. Ein kleiner matschiger Feldweg führt uns an Gebirgsreisfeldern vorbei in den Wald, unterhalb des zweithöchsten Berges der Region. Der erste Stopp wird an einem kleinen Wasserfall eingelegt, der zur Zeit noch wenig Wasser führt. Manit baut uns allen Wanderstöcke aus Bambus, die wir zu dem Zeitpunkt noch nicht gebrauchen können aber später noch zu schätzen wissen.
Von dort aus geht es nur noch steil bergauf, durch Mannshohes Gestrüpp, über steile Felswände abseits von Wanderpfaden. Wir legen nicht viel Strecke in der horizontalen, sondern eher in der vertikalen Ebene zurück. Unterwegs halten wir ab und zu an, entweder um auf langsamere zu warten (beispielsweise Helena, die mit ihrer Kondition zu kämpfen hat) oder weil Manit etwas gefunden hat das er uns zeigen will. Spinnen, Orchideen, Würmer, Bäume und und und.
Wir wussten vorher nicht das der Aussichtspunkt auf dem Gipfel des Berges ist. Im Endeffekt bewältigen wir circa 1200 Höhenmeter. Auf dem Gipfel gibt es Leckeres Essen, frische Früchte und Wasser. Das ganze hat unser Guide noch auf seinem Rücken hochgetragen. Die Aussicht ist wirklich nicht schlecht, da die Wolken weitestgehend weggezogen sind.
Nach einer kleinen Pause machen wir uns an den Abstieg und kommen ziemlich erledigt gegen 17 Uhr wieder in der kleinen Siedlung an. Hier erklärt uns Manit noch ein paar Sachen über die Lebenweisen der Leute in der Siedlung.
Danach legen wir und erstmal schlafen, essen zu Abend und Helena geht danach gleich wieder schlafen. Ich laufe zum Marktplatz um die Ecke, an dem zwei einheimische eine kleine Leinwand aufgebaut haben und das Spiel Portugal gegen Dänemark zeigen. Außer mir sind noch ganze zwei Leute und die Betreiber der Bar anwesend.
Gegen 4 Uhr begebe ich mich dann auch ins Bett.

Wir frühstücken in einem kleinen gemütlichen Café um die Ecke und leihen uns danach einen Roller aus. Etwas ungewohnt mit halbautomatik aber nach etwas Eingewöhnungszeit klappt das.
Wir fahren einen Rundkurs um Pai ab und besichtigen dabei einen Tempel, heiße Quellen, eine Gedächtnisbrücke an den zweiten Weltkrieg und den "Pai Canyon", einer kleinen Felsformation.
Essen gibt es an einem Marktplatz von einem kleinen Stand. Danach wird etwas mit den Familien geskypet um ein Lebenszeichen abzugeben.
Um 1.45 Uhr setzen wir uns wieder an den Marktplatz, um das Spiel der deutschen Mannschaft zu gucken. Für das Spiel der deutschen hat Petr, der Mann von der Bar, extra eine größere Leinwand gebaut. Da wir schon das zweite mal dort sind bekommen wir auch gratis geröstete Erdnüsse.
Nach dem Spiel feiern wir etwas, gehen aber trotzdem schnell ins Bett.

Heute haben wir immernoch den Roller und machen eine Dorfrundfahrt. Geht ziemlich schnell, ist aber doch interessant. Wir entscheiden uns morgen abzureisen und doch einen Tag in einem Elefanten-Camp zu verbringen. Also geht die Tour dorthin, um unsere Plätze zu reservieren. Dabei dürfen wir den Elefanten sofort näher kommen und werden mal umarmt. Beeindruckende Tiere. Wieder zurück im Dorf lassen wir uns in einem Café nieder "chaiArt". Die Besitzer sind typisch Pai und verkaufen zusätzlich selbstgemachten Schmuck und auch Klamotten. Danach begeben wir uns auf die suche nach einer gemütlichen Bar, um Mit Jessi und Paul zu skypen, die an diesem Samstag heiraten. Leider gibt es in der Halle kein WLAN, was wir zu spät merken. Dann werden telefonisch Hochzeitsglückwünsche übersendet und auch ein Video verschickt. Also verbringen wir den Abend in der Ting-Tong Bar.

An unserem letzten Tag fahren wir wieder zu Thoms' Elefanten Camp und lassen uns in die Reitkunst der Mahouts einweisen. Auf dem Elefanten versuchten wir durch zuvor gelernte Befehle den Elefanten zu bewegen. Was natürlich nicht so einfach ist, aber manchmal doch auch geklappt hat. Dann ging es mit dem Mahout 2 h durch das Gebiet um das Camp. Zu Beginn saß ich auf dem Nacken und Helena auf dem Rücken. Nach der Hälfte wurde getauscht. Es ist ein komplett anderes Gefühl direkt auf dem Elefanten zu sitzen. Danach ging es zum Baden und Plantschen in den Pai River. Nichtsahnend was uns erwartet wurden wir nach ein paar Minuten Rüsseldusche wie auf einem Rodeo vom Elefanten geworfen. Dies probierten wir dann nacheinander mehreremale aus, wobei es sehr schwierig ist mal 2 " Runden" auf dem Nacken sitzen zu bleiben. Danach ging es wieder in das Camp zurück wo wir dann in einem "hot Tub", einem kleinen Pool mit heißem Quellwasser, baden dürften, um uns wieder aufzuwärmen.
Nach dem Mittagessen ging es dann mit einem anderen Mahout und einem noch größeren Elefanten wieder an den Fluss. Diesmal durften wir sogar auf dem Kopf des Tieres stehen und wurden dann wieder runtergeschmissen. Echt ein wahnsinns Gefühl. Da noch drei andere Elefanten mit Touristen direkt neben uns im Fluss ebenfalls waren, verkürzten wir unseren Trip, da es doch etwas eng wurde, wenn man ins Wasser fiel. Wir wollten nicht unbedingt von einem Elefanten zerdrückt werden :).
Im Anschluss bekamen wir noch ein Video des Tages und sind zurück zum Guesthouse, um unsere Sachen zu packen und zum Minibus zu gehen.

Um 20 Uhr ging es dann 7h weiter nach Chiang Khong, der Grenzstadt zu Laos. Dort hatten wir eine Unterkunft und nach 3h Schlaf mussten wir auch schon wieder weiter nach Laos. Hier endet unser Aufenthalt in Thailand.









by chaos0815-crew

Position:Pai, Nordthailand

Montag, 2. Juli 2012

Chiang Mai




Ein paar Tage vorher haben wir den Nachtzug um 22 Uhr gebucht. Mit Sack und Pack geht es wieder an den Hauptbahnhof von Bangkok. Bei dem doch recht langen Zug (ca.8 Waggons) haben wir etwas Glück das unser Schlaf- und Sitzplatz im hintersten Waggon ist. Durch den Waggon führt ein Gang, links und rechts sind länglich die Betten angeordnet. Immer ein unteres mit Fenster und ein oberes ohne Fenster. In dem Zug herrscht eine ganz besondere Stimmung. Eine bunte Mischung aus Backpackern, Einheimischen, jungen und alten Menschen schafft eine gute Atmosphäre. Wir setzen uns zusammen in das untere Bett und trinken das mitgebrachte Bier. Ein paar Minuten später kommt ein Mann vorbei, der uns Frühstück am nächsten Morgen anbietet. Für circa 3€ bestellen wir Kaffee, Ei, Toast, Marmelade und ein paar Würstchen. Und er bietet uns noch ein Bier an. Das nehmen wir auch gerne an und bekommen es an unseren Platz geliefert. Das Treiben auf dem Gang wird mit der Zeit immer weniger und auch wir beschließen uns in unsere Betten zu begeben. Wohl aus Sicherheitsgründen bleibt das Licht die ganze Nacht an, was neben dem harten Gleisbett das Einschlafen nicht gerade erleichtert. Am nächsten Morgen werden die Betten von den Bahnmitarbeitern zu Sitzbänken umgebaut. Dann kommt auch schon das Frühstück. Wir kommen etwas durchgeschüttelt aber mit einer tollen Erfahrung mehr um 14.30 Uhr in Chiang Mai an. Dort warten schon die eifrigen Taxi- und TukTuk-Fahrer auf die Ankommenden. Nach etwas verhandeln bekommen wir einen Platz in einem der in Chiang Mai zahlreichen "Songthaew", ein Pickup mit zwei Sitzbänken auf der Ladefläche. Dieser bringt uns ins Zentrum, von dem aus wir unsere Suche nach einem Schlafplatz beginnen. Wir schauen uns zwei Stück an und entscheiden uns schließlich für das "Awana House", nahe dem Tapae Gate. Für 350 THB, umgerechnet 8,75€ bekommen wir einen kleinen Pool, eine Dachterrasse, ein Zimmer mit Ventilator und Dusche/WC auf dem Gang.
Abends machen wir uns auf, um die Stadt zu erkunden. Einige Straßen warten mit Bars und Massagestudios mit teilweise merkwürdigem Ambiente auf. Wir essen leckere, selbstgemachte Tachos in einem mexikanischen Restaurant.
Als nächster Stopp dient die THC Rooftop Bar, die ihrem Namen keine Ehre macht. Lediglich sehr gemütliche Atmosphäre, man sitzt auf kleinen Teppichen, lauscht Reggae Musik und genießt einen kleinen Ausblick von der Dachterrasse aus.
In unserem Gästehaus gibt es gutes Frühstück, das wir nach einem Sprung in den Pool geniessen. Danach machen wir uns an die Planung für die nächsten Tage. Auf dem Plan steht Elefantenreiten und einen Seilpark zu besuchen. An Angeboten mangelt es nicht wodurch sich die Entscheidung etwas schwierig gestaltet.
Abends suchen wir ein bestimmtes Café, um von dort aus mit meiner Mutter zu skypen und ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Danach entdecken wir eine von außen nicht gerade einladende Bar, in der eine 3-köpfige Band live auftritt. Leider ist fast nichts los, die Stimmung ist trotzdem sehr gut und somit bleiben wir bis der Laden schließt. Die Bedienungen kümmern sich sehr gut um uns, schütten Eiswürfel nach oder schenken Bier aus der Flasche nach, die schon auf dem Tisch steht.
Am nächsten Tag steht der Seilpark "Eagle Track" auf dem Plan. Wir werden nach dem Frühstück an der Unterkunft abgeholt und fahren mit einem Minivan circa 45 Minuten zu dem Park. Dort werden wir freundlich begrüßt und bekommen die Sicherheitsvorrichtungen umgeschnallt. Zusammen mit dem Equipment, neun weiteren Teilnehmern und vier Guides geht es auf der Ladefläche eines Pickup zu dem Start der Strecke. Das ganze ist ein abwechslungsreicher Seilpark, in dem man meist von einer Plattform in einem Baum an einem Seil zur nächsten gleitet. An der ersten Plattform zögert eigentlich niemand, nur ein Asiate braucht etwas länger und sagt zu dem Guide "let me think about it", der Guide gibt ihm dafür aber keine Chance und hilft mit einem Schubser etwas nach. Ein weiteres Highlight sind die Abseilplattformen. Dort geht es an einem Seil 15-40 Meter in die Tiefe, das Tempo legt der Guide fest.
Die Gruppe ist ein ganz lustiger Haufen, gemischt aus Asiaten, Australiern und uns. Nach drei Stunden haben wir wieder festen Boden unter den Füßen und bekommen noch ein kleines Buffet zur Stärkung.
Um für das Spiel der deutschen Mannschaft fit zu sein legen wir uns danach aufs Ohr. Nachts (1.45 Uhr) mache ich mich dann alleine auf die Suche nach einer Kneipe die das Spiel überträgt. In einem Pub sitzen viele Holländer und ein paar Deutsche und es läuft das Spiel Portugal-Holland. Anfangs denke ich noch das das die Konferenz ist aber der einzige Sender der die Spiele in Thailand überträgt hat sich wohl nur für das Eine entschieden. Die Suche nach einer anderen Kneipe gestaltet sich sehr schwierig, schließlich ende ich in einem Internetcafé und höre das Spiel über ein Internetradio. Sehr spannend. Aber zum Glück mit gutem Ausgang.
Wir schlafen etwas länger und buchen danach einen Kochkurs an dem gleichen Abend. Wir werden gegen 16.45 Uhr an unserer Unterkunft abgeholt. Auf dem Fußweg zur Kochschule merkt die Frau die uns aufgegabelt hat, dass wir die Falschen Gäste für Ihre Kochschule sind. Also gehen wir zusammen zurück. Zufällig hat noch ein Pärchen aus unserem Haus ebenfalls einen Kochkurs gebucht, zur gleichen Zeit, nur in einer anderen Schule. Wir haben dann also die Abholpartner getauscht und kamen doch noch zur richtigen Schule. Von dort aus geht es auf den Markt um die Ecke, wo wir einige Sachen erklärt bekommen. Zurück in der Kochschule geht es auch gleich los. Wir beide haben unsere private Lehrerin, die uns sehr nett betreut und dabei noch ein paar Sitten und Bräuche in Thailand erklärt. Auf den Tisch kommen Frühlingsrollen, Pad Thai und Rotes Curry. Alles sehr sehr leckere Sachen.
Abends holen wir uns ein paar Bier aufs Zimmer und gucken Hangover 2.
Am nächsten morgen machen wir uns auf den Weg in das Thai Elephant Conservation Center. Nach einer 90-minütigen Fahrt kommen wir an dem Park an. Zusammen mit einem Mahout, der die Elefanten trainiert und mit ihnen arbeitet reiten wir auf dem Rücken des Dickhäuters eine Stunde lang durch den nordthailändischen Dschungel. Das diese riesigen Tiere sich so sanft und feinfühlig fortbewegen können ist immer wieder ein Wunder. Nach dem Ritt besuchen wir noch die Krankenstation des Parks in der viele kleine Elefanten untergebracht sind.
Auf der Rückreise treffen wir ein Pärchen aus den USA die ihre Flitterwochen unter anderem in Chiang Mai verbringen. Wir warten zusammen mit ihnen an einer kleinen Bushaltestelle, mitten im Nichts, an der einmal pro Stunde ein Bus vorbeifährt den man dann durch winken signalisieren muss das man mitfahren will. An der Autobahn!!Das machen wir dann auch und der Bus macht eine Vollbremsung mit quietschenden Reifen.
Wieder gut in Chiang Mai angekommen essen wir in einem kleinen Restaurant am Bahnhof, in dem es auf den ersten Blick nur Karten in Thai gibt und wir somit Bilder raten müssen was wir denn so essen.
Eine Bedienung erkennt unsere Verwirrung und bringt uns dann doch eine englischsprachige Karte. Das Essen war der Hammer, es hat sich also gelohnt.
Von dort aus steuern wir ein Café in der Nähe unserer Unterkunft an und lassen den Tag Revue passieren. Fast jeden Abend laufen wir an einem "Cocktail-Bike" vorbei und beschließen an diesem Abend dort mal ein paar Cocktails zu probieren. Dieses Bike besteht aus einer kleinen Bar in der Mitte und rundherum sind Fahrradsattel mit einer Lehne angebracht. Man sitzt nicht gerade gemütlich, dafür ist aber auch Happy Hour. Wir lernen Adam und Jules aus London kennen, ebenfalls Backpacker. Dann stößt noch Julian aus Australien dazu, den die anderen beiden ein paar Tage zuvor kennengelernt haben. Zusammen trinken wir noch ein paar Cocktails und machen uns auf die Suche nach der nächsten Bar. Es wird ein recht langer Abend mit wirklich lustigen Leuten.
Am Morgen danach müssen wir unsere Fahrt nach Pai planen. Dafür geht leider viel Zeit drauf und der Besuch im Wat Doi Suthep WIKI! fällt etwas kürzer aus. Der Tempel liegt auf einem Berg mit Blick über die Stadt. Die Straße dorthin ist sehr kurvig, weshalb Helena leicht übel ist als wir oben ankommen. Nach den 309 Stufen die noch zum Tempel fehlen ist keine Besserung in Sicht. Wir machen ein paar Fotos, schauen uns etwas um und treten die Heimreise an. Die Fahrt nach unten sitzen wir vorne im Taxi, um die Übelkeit in den Griff zu bekommen. Da vorne außer dem Sitz für den Fahrer nur ein weiterer ist nehme ich auf dem Notsitz hinter Helena Platz, der im Normalfall nur Kinder und/oder Werkzeugkoffern Platz bietet.
Auf die Minute genau kommen wir am Busbahnhof an, suchen unseren Minivan und beginne unsere Fahrt durch die 762 Kurven nach Pai.


by chaos0815-crew