Donnerstag, 26. Juli 2012

"Is(s)t da ein Affe in unserem Bad??"

Kambodscha - Sihanoukville

Wir lassen uns an das Guesthouse "Monkey Republic" fahren, dass wir uns vorher schon ausgesucht haben. Die Bungalows sind ziemlich teuer, aber die Lage ist ganz gut, 10 min bis zum Strand. Wir essen zuerst was und machen uns dann auf den Weg. Am Strand angekommen sind wir erstmal überrascht. Eine Bar neben der anderen und davor auf dem Sand diverse Liegen 3m vor dem Meer. Wir ergattern noch so ziemlich die letzten beiden Liegen. Das Wetter ist der Wahnsinn, die Aussicht genial und man bekommt sein Trinken direkt an den Platz gebracht. Sofort werden wir von Damen angesprochen die eine Massage, Maniküre, Pediküre oder diese Enthaarungsmethode mit dem Faden anbieten. Ein "Nein" gibt es nicht, sondern nur ein "Maybe later" und "promise you ask me then". Naja Entspannung sieht ersteinmal anders aus, aber wenn man sich schlafend stellt geht es einigermaßen. Wir beobachten das treiben und genießen die Entspannung. Natürlich werden auch hier Armbänder von Kindern verkauft und auch Essen. Frische Langusten oder Hummer oder so ähnlich. Ich entscheide mich für eine Rückenmassage und Chris für die angenehme Art seine Haare am Rücken zu entfernen. Ich bin mir sehr sicher, das waren die angenehmsten 30 min. seines Lebens. Lustig ist es, dass einem Mann 2 Liegen weiter das gleiche angetan wird :). Ach ja ich genieße mein Bier. Zum Ende hin bestellen wir bei einer Frau diese Krabbentierchen. Ein Traum. Sie bereitet sie noch mit Gewürzen und Limetten frisch für uns zu und wir genießen es. Leider habe ich in letzter Zeit etwas mit Magenschmerzen zu kämpfen, daher ist der Abend sehr gediegen.

Der Weg zu unserem Bungalow:


Fiese Enthaarung:


Die Strandmahlzeit:


So muss das sein:


Heute geht der Tag genauso weiter wie der gestrige aufgehört hat. Wir verbringen einfach den ganzen Tag im Restaurant, schreiben Postkarten, Skypen und essen. Eigentlich wollten wir unser Ticket für die Insel Ko Russei buchen, aber leider ist diese wegen der Regensaison geschlossen. Also bleibt noch Ko Rong. Da die Reisebüros geschlossen sind muss morgen alles spontan klappen.

Die Karte in der Bar:


Wir müssen um 10.30 auschecken, frühstücken und buchen die Fährfahrt sowie eine Unterkunft für die erste Nacht. Um 12.30 ist der Pick up, der uns an die Fähre bringt. Wie immer doch nur ein kleines Boot. Das Wetter ist so wie man es sich in der Regensaison vorstellt, nur auf hoher See fühlt es sich doch anders an. Die Planen, die vor seitlich eindringendem Regen schützen sollen fliegen immer weg und alle Leute am Rand werden nass. Wir sitzen zum Glück in der Mitte, da wir das ja schon von Koh Samet kennen. Zum Glück fahren wir frontal auf die Wellen zu, daher schaukelt das Boot minimal. Aber der Blick ist schon krass, wenn man kein Festland mehr sieht und ein Regenguss vom Himmel fällt. Sowas haben wir auch noch nicht erlebt. Die zweistündige Fahrt zieht sich enorm. Nochmal spannend wird es als wir auf die Insel zusteuern und dann doch parallel zu den Wellen fahren. Da kamen dann auch die ersten Schreie von Passagieren. Ziemlich spät meiner Meinung nach für diese Fahrt :). Aber wir denken uns immer, solange der Kapitän lacht ist alles gut. Wir kommen heil auf der Insel an und laufen im Regen entlang des Strandes zu unserem Bungalow. Natuerlich ganz am Ende. Leider sieht im Regen alles eher trist aus, aber der einsame Strand beeindruckt doch. Der Bungalow ist auch in Ordnung. Anscheinend wird auch nichts gestohlen, denn dieser ist so gebaut, dass es garkein Problem ist einzudringen. Weder für Mensch oder Tier. Wir finden ein nettes Restaurant und verweilen dort. Da es nur Elektrizität von 17-22.30 Uhr gibt müssen wir zu der Uhrzeit auch Heim. Wir schauen noch einen Film. Währenddessen macht Christian auf einmal den Ton aus und schreckt hoch. "hörst du das auch" "ähm, nein" "da ist was im Bad" "oh nein, ja ich hör's". Als wir mit dem Taschenlampenlicht ins Bad leuchten hört das Rascheln wieder auf. Wir vermuten, dass ein Tier sich an unserem Mülleimer im Bad zuschaffen gemacht hat. Ein Äffchen, eine Ratte oder eine Katze? Oder doch ein Elefant, der mit seinem Rüssel über die viel zu kleine Bambuswand drüberhing? Ach ja die Phantasie, wenn man ohne Strom unter dem Moskitonetz mit einer Taschenlampe auf einer Insel sitzt. Einige Minuten später wieder dieses Rascheln. Wir leuchten wieder ins Bad und warten bis es aufhört. Dann müssen wir nachschauen. Christian geht heldenhaft voran. Nichts zu sehen außer die leere Keksverpackung, die wir am Mittag hineingeworfen haben. Aber da war damals nichts drin außer einige Krümel. Da der restliche Müll im Eimer wie plattgesessen schien, vermuten wir ein Äffchen. Gute Nase. Ausserdem heisst die Insel auch "Monkey Island", ob das ein Zufall war?! Naja, wir begeben uns wieder unter unser sicheres Moskitonetz und schlafen.

Wann geht die Welt nochmal unter?


Unten rechts der Mülleimer, in dem das Tier gehockt hat. Oben rechts sieht man wie dicht das ganze gebaut ist:




Eigentlich ist Check Out Time um 9 Uhr. Genau unsere Zeit. Da wir noch eine Nacht bleiben wollten überziehen wir die Zeit und gehen gegen 10.30 frühstücken. Normalerweise kann man dann eine weitere Nacht bleiben. Während dem Frühstück kommt die Pächterin und sagt "ok, you Check Out today?!" wir beide so "Hmm, no," und sie wieder "yes, you only paid for one Night, other guests are coming at afternoon". Tja, da stehen wir ohne Dach über dem Kopf. Also begeben wir uns auf die Suche nach einem anderen Bungalow und werden auch glücklicherweise fündig. Dieser liegt an einem kleinen Hang und macht dank der Hängematte den Blick auf das Meer noch besser. Andernfalls hätten wir mit der Mittagsfähre aufs Festland gemusst. Wir haben wieder Glück und die Sonne kommt raus. Wir verbringen den Mittag am Strand. Ein Traum. Wie ein paar Sonnenstrahlen den Eindruck verändern ist immer wieder der Wahnsinn. Als die Sonne langsam untergeht und außer uns niemand mehr am Strand ist bemerken wir kleine Fliegen die sich auf uns setzen. Erst nach einiger Zeit merken wir das diese Fliegen stechen. Es sind wohl Sandfliegen, die mir etwa 50 kleine, stark juckende Stiche bescheren. Abends gibt es dann in unserem Restaurant lecker Barbecue. Leider müssen wir darauf 1h warten, weil der Koch wohl etwas durchgedreht ist und einfach abhaut, um im Nachbarrestaurant einen Joint zu rauchen. Dann muss der Chef und die Belegschaft ran. Es schmeckt trotz der Aufregung sehr gut. An diesem Strand hier kann man nachts schwimmen und erlebt dabei eine Natursensation. Bei Bewegung funkelt das Meer auf, hier gibt es Massen an fluoreszierendem Plankton. Einfach der Wahnsinn. Es reicht schon wenn man knietief drinsteht und sich irgendwie bewegt. Wenn man schwimmt ist es noch krasser, weil es einfach um einen herum leuchtet. Einfach unbeschreiblich und leider auch nicht vorzeigbar, denn man sieht es nicht, weder auf Bildern noch auf dem Video. Ihr müsst es einfach selbst ausprobieren. Es lohnt sich. Ehrlich!!

Mit Selbstauslöser!!


Heute geht die Fähre schon um 10 Uhr, weil wir direkt weiter nach Pnom Phen wollen. Auf der Fahrt wird mir etwas übel, da ich kaum was gegessen hatte. Wieder so eine lange Fahrt, dafür ist das Wetter diesmal besser. Man kann wohl nicht alles haben. Wieder am Guesthouse buchen wir einem Bus in die Haupstadt, der eine Stunde später schon geht. Wieder 5h fahren. Juhu. Am Busbahnhof angekommen trauen wir unseren Augen nicht. Es ist genau der gleich Bus mit dem wir von Siem Reap nach Pnom Phen gefahren sind und dort ja umsteigen mussten, warum auch immer. Dieser Bus steht jetzt in Sihanoukville vor uns. Unser geliebter, veranzter "Sleeperbus", der er ja dann doch nicht war. Diesmal kein Problem, weil wir ja tagsüber fahren, aber trotzdem ein riesen Zufall. Den anderen Passagieren wurde wohl auch was anderes versprochen, denn einige sind sichtlich genervt beim Anblick des Buses. Ach ja, es ist doch immer wie beim Überraschungsei. Man weiß nie was man tatsächlich bekommt.

Der lässige Kapitän:


Das sieht man dann von der Hängematte aus:


It never rains on Monkey Island, man it pours......


by chaos0815-crew

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