Wir überqueren die Grenze zwischen Kambodscha und Vietnam kurz nach dem wir eine "Las Vegas-ähnliche Region" durchfahren haben. Ein Casino nach dem anderen und riesige Hotels, mitten im nirgendwo. Die Vietnamesen fahren zum zocken wohl immer nach Kambodscha.
Der Bus hält mitten in Ho-Chi-Minh-City, oder auch Saigon genannt an. Dort kommen, wie immer, mehrere Taxifahrer auf uns zu und wollen uns zu unserem Hotel fahren. Wir fühlen uns gut aufgehoben und lassen uns von einem Fahrer fahren, der sogar ein Taximeter hat. Auf dem kann man leider nichts lesen, außer zwei Zahlen. Auf Nachfrage was diese Zahlen bedeuten geht ihm das englisch aus. Er sagt immer nur "don't worry, very cheap!". Als wir dann nach 10 Minuten Fahrt aussteigen will er 15$ von uns haben. Das ganze in der vietnamesischen Währung Dong. Die haben wir nicht greifbar, Helena geht Geld wechseln und in der Zwischenzeit erzählt er mir das wir ja so viel Geld haben und er so wenig und das wir das ruhig mal zahlen können. Machen wir nicht, wir geben ihm 10$ und gehen. Nachher erfahren wir das diese Fahrt normalerweise 2-3$ kostet. Naja, passiert.
Wir suchen nach einem Hotel das im Reiseführer empfohlen wird. Es liegt inmitten der guten Nachtszene von Saigon. Die Zimmer sind klein, aber sauber. Leider im 4. Stock mit einem sehr kleinen Treppenhaus. Wir erkunden noch kurz die Gegend und erfahren das erste mal das man hier besser keine Pizza bestellt. Für circa 5€ bekommen wir eine schlechte Tiefkühlpizza im Restaurant...

Da wir immernoch nicht die Frühaufsteher sind essen wir heute als erstes Burger. Danach geht es in eine Markthalle. Die Verkäufer verhalten sich hier etwas anders als auf allen anderen Märkten bisher. Sie fassen einen an, probieren dich in ihrem Shop zu ziehen und sind dadurch sehr aufdringlich. Abends treffen wir uns mit Manuel, einem Studienkollegen von Helena, der in Saigon arbeitet. Zu dritt schwingen wir uns auf seinen Roller und fahren etwas durch die Gegend. In der Straße unseres Hotels lassen wir uns nieder und trinken Bier für 0,50€. Nach einigen Bier fällt uns ein Typ auf, der ein kleines Schild mit sich herumträgt auf dem "Honda Win for sale" steht. Wir wollten den ursprünglichen Plan, auf zwei Rädern durch Vietnam zu fahren, schon aufgeben. Wir sprechen ihn dann einfach mal an und am nächsten Tag haben wir zwei 100ccm Motorräder gekauft. Der Plan steht also wieder! Um diesen umzusetzen machen wir uns am nächsten Tag auf zu einer Einkaufstour.
Danach gehen wir in das Kriegsmuseum, das über den Vietnamkrieg berichtet. Eine sehr traurige und erschütternde Erfahrung.
Abends treffen wir uns wieder mit Manuel und zwei Freunden von ihm. Wir essen lecker BBQ in einem Garten mitten in Saigon. Am Ende sind wir wieder in der Straße mit dem billigen Bier und treffen wieder unsere amerikanischen Freunde, die auch gerade in Saigon sind.
Nun starten wir also unsere Motorradtour. Nach einem ausgiebigen Frühstück lassen wir noch Kleinigkeiten an unseren Maschinen reparieren und fahren los. Wir sind beide sehr aufgeregt und können es kaum fassen das wir uns jetzt mal so eben auf eine 1800km lange Reise auf eigenen Rädern durch ein unbekanntes Land machen.
Helena hat leider ziemlich zu Beginn der Tour eine kleine Kollision mit einem anderen Rollerfahrer, das ganze geht aber nochmal gut aus.
Da uns ein wenig die Orientierung fehlt landen wir am Ende der Tour nicht wie gewollt im kleinen Städtchen Mui Ne, sondern in der Hafenstadt Bien Hoa. Naja, immerhin mal raus aus Saigon. Leider gibt es hier nur vereinzelt Hotels wodurch sich die Suche schwierig gestaltet.
Der Verkehr ist hier wirklich der Wahnsinn! Bis man sich daran gewöhnt hat braucht man so ein bis zwei Tage, aber auch dann ist er noch sehr verrückt! Anstatt eine Kreuzung zu überqueren fahren alle Roller erstmal gegen die Fahrtrichtung ganz rechts auf der Fahrbahn. Wenn dann Platz ist wechseln sie die Fahrbahn. Überholt wird überall, jedes Fahrzeug und auf jeder Seite. Die Hupe ist mit der wichtigste Knopf an dem Motorrad. Vor jedem Überholmanöver und vor jeder Kreuzung sollte man Hupen. Es gibt für den ganzen Verkehr nur zwei richtige Fahrstreifen und für die Roller noch zwei kleine an der Außenseite. So wie in Deutschland der Standstreifen. Diese sollte man auch benutzen, ansonsten wird man von einem überholenden Bus plattgemacht. Die nehmen übrigens keinerlei Rücksicht auf das was Ihnen entgegenkommt. Hier gilt eben die Regel das das größere Fahrzeug Vorfahrt hat.

Wir starten einen neuen Versuch nach Mui Ne zu fahren. Die Landschaft lässt noch zu wünschen übrig, der Stress auf der Straße lässt jedoch ohnehin kaum einen Blick zu. Zwischendurch regnet es etwa 30-40 Minuten am Stück. Wir ziehen unsere Regenmäntel an und fahren weiter, da wir unser 180km weit entferntes Ziel heute endlich erreichen wollen. Gegen Abend kommen wir in dem ehemaligen kleinen Fischerdorf an, das mittlerweile etliche Hotels und Restaurants in fast jeder Preisklasse besitzt. Da wir ja direkt am Meer sind gibt es eine Auswahl an Meeresfrüchten als Abendessen. In der Bar neben unserem Hotel nutzen wir noch die Cocktail-Happy-Hour aus und schlürfen neben einem kleinen Feuer ein paar Drinks am Strand.
Am nächsten morgen schlafen wir etwas länger und legen uns dann an den Strand. Dank der Nebensaison ist nicht viel los. Abends lassen wir uns frischen, gegrillten Fisch (den wir aussuchen dürfen..) an einem kleinen Stand direkt am Meer schmecken. Erneut schauen wir in der Bar nebenan vorbei. Da heute Samstag ist, ist doch etwas mehr los.

Wir verabreden uns um 10 Uhr morgens mit unseren amerikanischen Freunden, um gemeinsam mit unseren Motorrädern und ihren geliehenen Rollern zu den Sanddünen zu fahren. Anfangs haben wir uns noch gefragt was denn hier Sanddünen machen aber als wir nach etwas Suche dort ankommen ist der Anblick wirklich Klasse! Kurz fühlt man sich als ob man bis in die Sahara gefahren ist. Auch wegen der kaum auszuhaltenden Hitze an diesem Tag. Neben dem Parkplatz für die Roller bietet ein Mann an, auf einem Straußen zu reiten. Wir wollen das testen und schwingen uns auf den Rücken eines riesigen Straußes. Ein kurzes Erlebnis weil der Strauß nur eine runde in einem abgesteckten Platz dreht aber wirklich sehr lustig! Etwas weiter bietet ein kleiner Junge Plastikplanen zum Verleih an, mit denen man die Dünen herunterrutschen kann. Theoretisch. Etwas überteuert aber im Hinblick auf den Kick leiht sich jeder so eine plane aus. Schnell legt sich die Begeisterung als wir den ersten Testlauf starten. Wir erklimmen unter kaum auszuhaltenden Bedingungen die höchste Düne und starten von dort aus mit der Plane. Ein Reinfall. Man kommt kaum vorwärts und wird eher von dem Sand hinter einem begraben als das man den Berg hinunter rast. Naja, wir probieren alle möglichen Techniken und Dünen aus aber so richtig die Geschwindigkeit bekommt keiner drauf. Lustig ist es aber allemal. Ziemlich erledigt fahren wir ins Dorf zurück und essen, wie immer, frische Meeresfrüchte. In der gleichen Bar lassen wir den Abend wieder in der Cocktail-Happy-Hour ausklingen.
Heute steht eine lange Etappe an, um das nächste Ziel, die Stadt Nha Trang, etwa 250km nördlich, zu erreichen. Wir machen uns extra früh auf den Weg. Die Fahrt gelingt ohne große Zwischenfälle. Den letzten Teil der Strecke fahren wir auf einem neu gebauten Highway, der kaum befahren ist. In der nächsten Zeit wird sich das wohl ändern denn entlang der Straße stehen Schilder über Baupläne von etlichen Resorts. Ein Teil der Straße führt entlang der Klippen direkt am Meer und ermöglicht einen traumhaften Blick. In Nha Trang gibt es etliche Hotels, die Stadt besitzt einen Stadtstrand und bietet dadurch die gute Kombination von Stadt und Strand. Diesen erkunden wir am nächsten Tag dann direkt mal. Um die Mittagszeit ist hier nicht viel los, erst gegen Abend füllt sich der Strand, vor allem mit Einheimischen. Dann werden die Fußballfelder abgesteckt und kleine Decken zu Grillpätzen. Abends befriedigen wir unsere Lust nach deutschem essen in einem "German Restaurant". Es gibt leckere Schnitzel und Frikadellen mit Kartoffelsalat. Haben wir schon erwähnt das der Alkohol hier billig ist? In einer Bar gibt es zur Begrüßung einen Kurzen, danach bekommt man einen kleinen Eimer Vodka-Mixer für 1,5€! Eine große Flasche Bier kostet in vielen Restaurants um die 0,30€.
Was in dieser Stadt ziemlich nervt sind die Straßenverkäufer mit ihren Sonnenbrillen, Büchern, Souvenirs und Essen. Den ganzen Tag wird man von irgendwo angesprochen. Und an fast jeder Ecke wartet ein Mann mit seinem dicken Motorrad um die Leute anzuquatschen. Das sind die "Easy Rider", einheimische, mit denen man Tagestouren oder auch mehrere Wochen buchen kann. Sie fahren dann mit dir durchs Land und zeigen und erklären dir Sachen. Sicher eine gute Sache, die zwar etwas teuer ist aber ziemlich gut sein soll. Aber wenn ich sowas machen will gehe ich auf einen zu und nicht andersrum.
Den Abend lassen wir wieder mit den Amis ausklingen.

Der heutige Tag beginnt mit einem ziemlichen Kater und dem Plan zum hiesigen Wasserpark zu fahren. Zum Frühstück gibt es Pizza. Wir steigen in ein Taxi und lassen uns zur Gondel fahren, die uns auf die Insel mit dem "Vinpearl"-Erlebnispark bringt. Das ist die längste Gondel der Welt die über das Meer führt. Doch ein Erlebnis. Die Insel besteht aus einem Vergnügungspark, Wasserpark und natuerlich Resorts. Bei unserer Ankunft haben die meisten Attraktionen geschlossen und sehen eher aus wie in einem Kinderpark. Leicht irritiert begeben wir uns zum Wasserpark. Dieser ist der Hammer. Die erste Rutsche heißt "Tsunami". Man rutscht zu zweit auf einem Schwimmring eine zu Beginn extrem Steile Art Halfpipe herunter. Ich saß vorne und Chris hinter mit und ich dachte wirklich es geht 90 Grad runter und ich Fall vorne runter. Nach diesem Adrenalinschock waren alle wieder hellauf. Also nochmal. Wir probierten alles mögliche aus. Dieser Park macht wirklich alles wieder gut was der andere Park nicht konnte. Zum Schluss denken wir, wir machen was gemütliches und Rutschen die "Familienrutsche". Dafuer bekommt man einen großen Tube in dem man zu 6. hineinpasst. Ha, falsch gedacht. Man bekommt so eine Geschwindigkeit drauf, dass wir Mühe hatten uns im Reifen zu halten und teilweise über die Rutsche drüberschwappen. Das Video dazu ist der Hammer. Dies ist unser Favorit. Danach probieren wir noch ein paar Attraktionen in dem anderen Park aus und begeben uns total fertig auf den Heimweg.

Leider bemerke ich erst zu Hause, das mir das Handy aus der Hosentasche gerutscht ist. Da ich nicht weiß ob im Taxi oder in der Gondel und wir in Vietnam sind erfreut sich jemand anderes über ein neues Handy.
Wir beschließen hier unseren Open Water Diving Course zu machen und begeben uns auf die Suche nach einer geeigneten Tauchschule. Und nach einem anderen Hotel fuer das wir etwas weniger zahlen. Dies dauert, da es hier unzählige davon gibt. Letztendlich haben wir beides und entscheiden uns für "Turtle Dive". Wir bekommen eine DVD zum lernen mit und nach paar Drinks geht's Heim, da es am nächsten Tag schon ins Wasser geht. Die Hotelmitarbeiter sind natürlich garnicht erfreut und werden richtig pampig. Noch ein weiterer Grund zu gehen.
Um 6.30 klingelt der Wecker. Für uns eher eine untypische Zeit. Wir versuchen noch ein Frühstück zu erhaschen, werden dann aber schon abgeholt. Es geht zum Hafen und auf das Boot der Tauchschule. Mit an Bord sind noch andere Schnorchler und Taucher. Wir sind die einzigen, die einen Kurs machen und haben also die volle Aufmerksamkeit unseres Lehrers. Dieser ist 50, Vietnamese und sein erster Satz ist" my englisch ist not so good". Oh je. Aber es stellt sich raus, dass er gar kein Problem ist, denn unter Wasser zählen andere Dinge. Zum Glück, hehe.
Ich werde Seekrank und mache eine nette Bekanntschaft mit der Toilette. Was meine Stimmung nicht verbessert. Dann noch der Test mit dem Atemgerät, das mir auch nicht so bekommt. Aber die Leute sind super nett und geduldig. Dann gehts in voller Montur ins Wasser. Das Abtauchen stellt sich bei mir auch als schwierig heraus, da ich panisch werde. Christian bekommt das besser hin. Da jeder von uns einen Tauchlehrer hat klappt es dann doch beim 4. Anlauf. Denn ich hatte wirklich schon ans Aufgeben gedacht. Unter Wasser war dann alles super und wir absolvierten unsere Übungen, die wir vorher besprochen hatten. Es macht richtig viel Spaß. Später geht es ein zweites mal ins Wasser. Nach dem Mittagessen geht's wieder ans Land.
Wir sind ziemlich erledigt und gestalten den Abend gemütlich.
Heute bin ich mit Tabletten gegen Reiseübelkeit bewaffnet und sie helfen. Das Programm ist ähnlich. 2 Tauchgänge, paar Übungen und verschiedene Tiefen. Es macht immer mehr Spaß. Am letzten Tag müssen wir einen Test absolvieren und nehmen uns heute vor zu lernen. Was nicht besonders gut klappt, da man hierzu eine DVD gucken soll und das finde ich immer besonders einschläfernd.
Der dritte Tag bricht an und wieder ähnliches Programm. Das Wetter ist super, aber die Sicht nicht so perfekt. Daher gehts nicht so tief. Beim rausgehen nach dem letzten Tauchgang bemerke ich einen Quallenbiss. Ich gehe zum Tauchlehrer, der von einer Helferin auch schon Essig über den Arm bekommt. Mir wird geholfen uns eine Stunde später ist das auch weg. Auf dem Boot erledigen wir den Test. Das was nicht richtig ist wird an Land von den Mitarbeiterinnen geändert. Wir bekommen unser Heftchen, bezahlen und dürfen ab jetzt bis 20 m Tauchen. Sehr geil.
Heute ist wieder Abfahrt. Das Hauptziel ist Hoi An. Dies liegt aber ca. 500 km entfernt. Ist also nicht an einem Tag zu schaffen. Da wir uns entschieden haben über den Highway 1 zu fahren, der eher eine stark befahrene Landstraße darstellt, ist dies auch nicht in 2 oder 3 Tagen zu schaffen.
Letztendlich brauchen wir 4 Tage und 3 Nächte. Dabei haben wir in Dörfer übernachtet deren Namen wir nicht wissen, In einem Hotel übernachtet das Zimmer auch stundenweise vermietet, die Freundlichkeit von Einheimischen genossen, sowie ihr Essen gekostet und eine traumhafte Landschaft gesehen, wie noch nie zu vor. Dieser Weg war wirklich der Beste.

Frisch gefangen!

Manche Abschiede fallen wirklich schwer!

Am ersten Tag schaffen wir nicht die Tagestour und es ist dunkel, als wir noch auf dem Highway sind. Wir wurden immer gewarnt nicht im Dunkeln zu fahren und wissen jetzt auch wieso. Busse überholen Busse die Lkws überholen. Ochsenkarren und Roller fahren ohne Licht und Leute laufen quer über die Strasse. Natürlich! Nachdem eine Situation zu brenzlig wurde, brechen wir die Fahrt ab und suchen ein Hotel. Glücklicherweise ist eins schnell gefunden. Was wir feststellen ist, dass egal wie klein die Stadt oder das Dorf ist, Hotels und Gasthäuser gibt es immer, und wir wissen jetzt auch die vietnamesische Bezeichnung und werden schnell fündig, denn Englisch spricht hier keiner. Wir sind hungrig und finden noch eine kleine Ecke in der das Nationalgericht Pho gekocht wird. Die Damen am Herd sind freundlich, lachen die ganze Zeit, wahrscheinlich über uns. Das ist die beste Suppe, die wir bis dahin gegessen haben.
Am nächsten Tag erreichen wir Qui Nhon. Wir übernachten in dem einzigen Hostel der Stadt, die wir liebevoll Klein- Nha Trang taufen. Bei uns im Zimmer übernachtet noch ein Engländer in den Vierzigern und im Zimmer nebenan ein Pärchen die über 60 sind. Wenn die das können, können wir das auch. Am Strand packt Christian das Fußballfieber und er darf mit 5 Vietnamese Fussball spielen und sich austoben. Hehe. Diese sind so begeistert, dass sie uns abends einladen mit ihnen ein Bierchen auf dem Platz vor dem Strand zu trinken. Auf dem Weg treffen wir noch 4 andere vietnamesische Jugendliche, die unbedingt ein Foto mit uns machen wollen. Wir erfüllen diesen Wunsch und tauschen Facebook-Kontakte aus. Dann treffen wir uns mit den anderen. Was wir dann feststellen ist, dass Vietnamesen eher Zuckerrohrsaft statt Bier trinken. Dafür schenken sie uns aber kräftig nach. Da keiner von diesen vieren Englisch spricht, ist die Unterhaltung mager. Einer von Ihnen hat wohl einen Freund der Englisch kann und hält mit ständig sein Handy mit Fragen hin. Ich beantworte diese, weiß aber nicht so recht ob er mich versteht. Um 22 Uhr leert sich der Platz und alle gehen brav nach Hause. Die Vietnamesen wollen am nächsten Morgen mit uns Kaffee trinken. Da wir auch abreisen wollen treffen wir uns nochmal kurz mit ihnen. In dieser Nacht bekomme ich zig Freundschaftsanfragen der jugendlichen Vietnamesen und von deren Freunden und deren Freunden. Na toll. Ich nehme die meisten an. Muss diese aber leider am nächsten Tag ersteinmal alle auf ignorieren umstellen, da die soviel Posten, natürlich auf vietnamesisch, dass ich kaum mehr was erkenne.
Wie besprochen kommen die Älteren vorbei und wir fahren in ein Café. Dort bekommen wir auch eine ganze Durian aufgetischt. Ich glaube wir hätten sie ganz aufessen sollen. Ich esse ein wenig, Christian dafür umso mehr, aber alles schaffen wir nicht. Wir bekommen Angebote zum Angeln und für Karaoke. Leider müssen wir abreisen und können nicht zur vietnamesischen Karaoke :). Chris, auch liebevoll "Schiss" oder "schirts" genannt, versucht sich durch aufmalen zu "unterhalten", weil die Vietnamesen eine komplett andere "englische" Ausprache haben. Dies klappt besser als gedacht. Wir verlassen die Runde und nach einem kleinen Abstecher in die "METRO", um Haribo zu kaufen, die es nicht gibt, verlassen wir diese liebevolle Stadt.

Da die Strasse gut war und die Landschaft ein Traum, verfehlen wir wieder unser Tagesziel und suchen diesmal vor Einbruch der Dunkelheit ein Hotel in einer Kleinstadt am Meer. Achso, Christian hat einen Nagel erwischt, der ihm seinen Hinterreifen zerstört hat. Zum Glück gibt es hier Mechaniker wie Sand am Meer und dieser besorgt einen neuen Schlauch, oder eher gesagt seine Frau, und nach etwa einer Stunde geht es weiter. Nochmal Glück gehabt. Wir kommen mit einem Schrecken davon. In diesem Dorf angekommen schaffen wir es sogar nochmal ins Meer hineinzuspringen. Ok, an das Starren und auf uns Zeigen der Einwohner haben wir uns gewöhnt. Wir suchen wieder ein kleines Strassenrestaurant und bekommen wieder eine leckere Suppe, anders als die Pho, aber trotzdem lecker. Oft warten wir erstmal ab und beobachten die Einheimischen wie sie essen und wie sie würzen, um alles richtig zu machen. Immer spannend. Als wir auschecken, entdecke ich an der Preistafel zwei Kategorien, pro Nacht und pro Stunde. Hmmmm.

Wir werden wohl etwas vom Pech verfolgt. Nach einer Stunde fahrt hat Christian wieder einen platten Hinterreifen. Diesmal lag es wohl am alten und porösen Reifen, der den neuen Schlauch kaputtgemacht hat. Diesmal sind wir aber mitten im Feld ohne Stadt oder Dorf in der Nähe. Mist. Christian schnappt sich mein Bike und macht sich auf die Suche nach einem Mechaniker. Nach über einer halben Stunde kommt er zurück mit zwei Jungs auf nem Roller im Schlepptau. Diese wollen ihn auf vietnamesische Art abschleppen. Das heißt, dass der Beifahrer seinen Fuß auf die Kettenabdeckung stellt und Christian somit im Schritttempo anschieben. Nicht so einfach mit einem komplett Platten Hinterreifen. Ich schaue mir diese wackelige Angelegenheit an und starte ein paar Minuten später. Bin ja eh schneller. Tja, falsch gedacht. Als ich meine Maschine starten will passiert...nichts. Batterie tot. Kickstarter natürlich auch zwecklos. Da steh ich nun, alleine auf dem Highway und die anderen außer Rufweite. Also versuche ich die einzige Alternative: Im zweiten Gang anschieben. Was natürlich total einfach ist bei 40 Grad, ohne Früchstück, mit Chris Helm in der Ellenbeuge und meinem Gepäck. Nach diversen Fehlversuchen und leichter Verzweiflung schaffe ich es doch!!!!!!!!!!! Total euphorisch fahre ich los und dann kommt ne Kreuzung. Na toll. Ok nach rechts geht's nach Hanoi und ich hoffe Christian hatte den selben Gedanken. Nach weiteren 3 Minuten finde ich sie tatsächlich. Die Herren sind hilfsbereit und reparieren alles, bzw. ersetzen den Reifen. Zwischendurch guckt uns einer davon grimmig an und brummelt "American?!" und wir direkt "no, no, no, german", er schraubt weiter und meint wieder "American?!" und wir wieder "no, no, no, german". Man merkt, dass wir immer weiter in den Norden kommen und die Leute hier vom Krieg stark geprägt sind. Zwischendurch macht ein Junge Bilder von mir. Beim ersten war das ja noch ok, nach dem Dritten finde ich es doch merkwürdig. Erleichtert fahren wir kurze Zeit später los und kommen problemlos in Hoi An an. Naja ok, der Verkehr war der schlimmste und meine Hupe, das wichtigste Mittel hier, ging nicht, wodurch ich mich nicht sicher gefühlt hab, aber das gehört wohl zum Abenteuer Vietnam.
Chris:
Wir erreichen die Stadt Hoi An kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Nach einiger Suche finden wir eine nette Unterkunft zu einem vernünftigen Preis. Die Stadt ist so klein das wir uns jeden Tag ein Fahrrad ausleihen um die Stadt zu erkunden. Das besondere an der kleinen Stadt ist die gut erhaltene Altstadt mit ihren kleinen Häusern. Und natürlich die ganzen Schneider. Denen fallen wir zum Opfer und lassen uns in drei Tagen Aufenthalt einen halben Kleiderschrank nähen. Alles natürlich Maßanfertigung und innerhalb von 24 Stunden fertig! Sogar Schuhe sind in allen Variationen möglich. Der zweite Tag in der Stadt wird dadurch zum "von Schneider zu Schneider laufen, Sachen anprobieren, Verbesserungen machen lassen und Sachen abholen"-Tag.
Die Stadt liegt nicht nur direkt am Meer, sondern auch noch an einem kleinen Fluss der dort in das Meer mündet. Es gibt etliche Cafés und Restaurants von denen aus man das treiben beobachten kann. Es sind zwar wirklich viele Touristen unterwegs aber die Stadt hat ihren Charme bewahrt. An dem Tag der Abreise besuchen wir noch einmal den Strand und machen uns dann auf den Weg nach Hue. Der Strand ist unglaublich groß und zieht sich im Norden durchgängig über 40km bis zur nächst größeren Stadt Danang. An dieser fahren wir dann vorbei, zum anhalten bleibt leider keine Zeit da wir ziemlich spät losgefahren sind. Ah doch, wir essen dort noch eine Pho ( Phö ausgesprochen). Diese Suppe ist das Nationalgericht und schmeckt richtig lecker. Nördlich der Stadt beginnt eine kleine Gebirgskette. Durch diese führt ein relativ neuer Tunnel, der aber für Motorräder und Roller gesperrt ist. Deshalb nehmen wir den alten Pass, der teilweise in echt schlechtem Zustand ist. Im Nachhinein hat sich das aber allemal gelohnt da man von diesem aus einen überragenden Blick über sie Stadt Danang und das Meer bekommt! Also auf jeden fall besser als 6 km durch eine dunkle Röhre zu donnern. Als es den Tunnel noch nicht gab musste der ganze Verkehr über diesen Pass. Über die Gefahr dieses Passes informieren die Grabsteine entlang der Strecke.
Wir kommen genau pünktlich zum Sonnenuntergang in Hue, der Kaiserstadt von Vietnam an. Recht schnell findet sich eine schicke Unterkunft, bei der wir sogar unsere Bikes parken können. Eigentlich wollten in im benachbarten Backpacker Hostel schlafen, die sind aber leider ausgebucht. Abends gehen wir dann rüber in deren Kneipe und trinken ein paar Cocktails. Einige Leute haben schon Schlagseite weil hier vorher die olympischen Backpacker Spiele, wie zum Beispiel Beer-Pong oder Trichtersaufen stattgefunden haben. Das wird auch noch ein paar Runden weitergespielt. Ich glaube ein deutscher hat gewonnen. Als der Inhaber des Hostel betrunken genug ist wird dann noch die Happy Hour verlängert.
Am Nächsten morgen wird uns bewusst warum das Hotel recht günstig ist. Pünktlich um 7.30 Uhr beginnt gefühlt neben unsrem Bett ein Bagger mit Schlagbohrer damit, die Überreste des Nachbarhauses Platt zu machen. Der Wecker wird da überflüssig! Da wir aber sowieso eine Sightseeing-Tour starten wollen flüchten wir schnell aus dem Hotel. Nach einer kurzen Reparatur an Helenas Moped fahren wir zur Zitadelle der Stadt. Das ist eine riesige Anlage, die teilweise bebaut aus Hallen für Zeremonien und teils nur noch aus Ruinen besteht.
Abends lassen wir es ruhig angehen, probieren mal wieder eine vietnamesische Pizza und laufen ein paar Runden um den Block.
Wir checken aus dem Hotel mit dem sanften Wecker aus, fahren noch kurz beim Mechaniker um die Ecke für einen Ölwechsel vorbei und machen uns auf den Weg zum Farmstay, das in der Nähe des Phong Nha-Nationalparks liegt. Hier gibt es mehrere Höhlen zu besichtigen. Seit 2009 ist hier auch die zur Zeit Größte Höhle der Welt, die leider (noch) nicht besichtigt werden kann.
Auf dem weg dorthin verlassen wir mal den Highway 1, dem wir von Saigon fast die ganze zeit gefolgt sind. Der etwas kleinere Ho-Chi-Minh-Highway führt mehr durch das Hinterland an vielen Feldern und winzigen Dörfern vorbei. Der Vorteil hier ist das weniger Verkehr herrscht und wir dadurch schneller und etwas weniger gefährlich fahren können.
Da wir die Strecke von Dong Hoi nach Hanoi mit dem Zug zurücklegen wollen fahren wir zuerst an den Bahnhof und probieren Tickets für uns und für die Motorräder zu kaufen. Dass das ganze möglich ist haben wir vorher im Internet recherchiert. Dort klang das ganz einfach. Problematisch ist dann nur wenn keiner versteht was man will. Ich laufe dann ganze zwei Stunden zwischen Bahnhofsgebäude und einem kleinen Büro nebenan, das für die Motorräder zuständig ist, hin und her und bin auch schon fast am verzweifeln. Naja, schließlich klappt es dann doch noch. Außer ein paar Liter Benzin die die Bahnmitarbeiter klauen.
Da wir ab jetzt keine Motorräder mehr haben lassen wir uns von einem Taxi am Bahnhof abholen und in das 40km entfernte "Farmstay" fahren. "Farmstay" bedeutet so etwas wie "Ferien auf dem Bauernhof". Allerdings ist das kein Bauernhof sondern eine Art Hotel oder Gasthaus umgeben von mehreren "Bauernhöfen", also kleine Siedlungen von Bauern die mit ihren Wasserbüffeln die grünen Reisfelder umpflügen. Eine sehr entspannte Atmosphäre, auch dank der Leute in der Unterkunft. Alles geht sehr familiär zu, es gibt einen großen Aufenthaltsraum mit Billardtisch, Restaurant und einer Bar, an der es ein großes Bier für 1$ gibt. Seit langem haben wir auch mal wieder eine Unterkunft mit einem Pool vor der Tür! Sehr angenehm, vor allem weil das Meer weit entfernt ist.
Um 12 Uhr feiern wir in meinen Geburtstag rein, also Helena und ich. Fast alle anderen sind schon im Bett, die Bar hat auch schon zu. Wir skypen noch kurz mit der Familie und legen uns dann auch hin, um am nächsten morgen fit für die Tagestour in den Nationalpark zu sein.
Um 8 Uhr ist Treffpunkt, dann schnell frühstücken und ab in den Bus. Der bringt uns in den Nationalpark "Phong Nha-Pak Beng". Ein Guide ist Ben, der Leiter des Farmstay, eine weitere ist Petra aus Deutschland. Auf der Fahrt zu den Höhlen und Gedenkstätten halten wir mehrere Male an und bekommen etwas über die historischen Ereignisse an den einzelnen stellen erzählt. Da in dieser Region viele Bombardements der Amerikaner gegen die vietnamesen stattgefunden haben gibt es hier viel zu berichten. Etliche Klippen wurden bombardiert, um die Versorgungswege der Vietnamesen abzuschneiden. Durch diesen Nationalpark führte damals eine der wichtigsten Straßen für die Versorgung.
Da hier viele Menschen ihr leben gelassen haben wurde ein Tempel errichtet, in dem man diesen Opfern gedenken kann.
Nach dieser Geschichtsstunde fahren wir zur "Paradise Cave", eine 7 km lange unterirdische Höhle, die nicht mehr aktiv ist, das heißt, dass kein Wasser mehr durch die Höhle fließt und sich im laufe der Jahre Stalagmiten und Stalaktiten gebildet haben.
Von den 7 km ist "nur" der erste Kilometer für die normalen Besucher zugänglich. Die anderen 6 km kann man mit einer privaten Tour für circa 140$ erkunden. Der erste Kilometer reicht aber und ist so überwältigend. Um jede Ecke herum eröffnet sich eine neue große Höhle mit riesigen Gebilden! Dazu muss man einfach die Fotos sehen.
Danach gibt es ein kleines Mittagessen an der Höhle. Die Busse bringen uns zu einem kleinen Fluss, an dem zwei Quellen ineinander fließen. Hier können wir etwas schwimmen gehen, was wegen der starken Strömung teils gefährlich ist. Als nächster Stopp steht die "dark cave" auf dem plan. Wir können uns vorher nicht so richtig etwa drunter vorstellen, außer das es wohl dunkel ist..
Wir bekommen ein Kajak, eine Schwimmweste und eine Stirnlampe. Nach einer etwa 10 minütigen Fahrt durch nun strömenden Regen (vietnamesicher Regen zur Regenzeit!) mit dem Kajak kommen wir am Eingang der Höhle an. Es ist wirklich dunkel drin. Nach ein paar Metern über einen Steg haben wir nur noch das licht unserer Stirnlampen. Der Steg endet und es geht über einen sandigen und felsigen Weg weiter ins Schwarze. Dann hören auch diese Wege auf und wir müssen durch seichtes Wasser laufen. Es wird mit der Zeit immer tiefer, bis die Beine nicht mehr den Boden berühren. Wir schwimmen also, immer noch mit der Schwimmweste an, durch einen kleinen See in einer stockdusteren Höhle. Außer ein bisschen Gelächter oder Gespräche der anderen hört man kaum etwas, außer ein paar Wassertropfen die von der Decke der Höhle, die so hoch ist das man sie mit der Lampe teils nicht anstrahlen kann. Auf einmal schrecken Helena und eine weitere Dame auf und fragen sich "War das eine Fledermaus!?". War es wohl. Ab und zu hört man sie, manchmal fliegt eine in den Lichtkegel der spärlichen Lampen.
Wir kommen an eine Stelle, die nur kaum breiter als einen Meter ist. Man kann gerade noch so schwimmen, bis ein Fels den weg blockiert und nur noch einen 20 cm hohen Spalt lässt, durch den man dann tauchen muss. Es sind zum Glück nur einige Zentimeter. Dann kommen alle an einem Punkt an, an dem die Guides etwas über die Höhle erzählen. Es kommt der Höhepunkt der gruseligen Atmosphäre. Alle schalten die Lampen aus. Komplette Stille, komplette Dunkelheit. Komischerweise wird niemand panisch. Ein beeindruckender Moment der auch bei eingeschalteten Lampen die Leute sehr ruhig lässt. Wir machen uns auf den Rückweg, zurück zum Tageslicht.
Draußen regnet es immer noch, die Fahrt zurück wird wieder sehr feucht. Es steht der Heimweg auf dem Plan, wir stoppen noch für einen tollen Ausblick auf einer Brücke. Petra erzählt, dass in Vietnam verboten sei, auf einer Brücke anzuhalten um Fotos zu machen, da man dann sofort als Spion oder Informant verdächtigt wird. Naja, no risk no fun..
Auf der einen Seite geht die Sonne langsam hinter den Bergen unter, auf der anderen bilden zwei Regenbogen eine tolle Kulisse über den Fluss.
Alle kommen erledigt Zuhause an, wir essen zu Abend und spielen eine Runde Billiard. Ich werde dann auf einmal gerufen, um an die Bar zu kommen. In der Zwischenzeit haben die Mitarbeiter der Unterkunft einen Kuchen auf einem Tisch bereitgestellt mit "Happy Birthday Christian!". Alle haben einen kostenlosen Shot bekommen und wir stoßen auf mich an. Super Sache von den Besitzern der Unterkunft!
Dank dem großen Angebot in dem Nationalpark machen wir heute wieder eine Tour. Dieses mal machen wir uns mit dem Fahrrad auf den Weg. Weiter geht es dann auf einem kleinen Boot bis zu der Höhle Phong Nha. In dieser fließt noch Wasser also fahren wir mit dem Boot rein. Auch eine sehr atemberaubende Kulisse. Einen Teil der Höhle können wir auch noch zu Fuß erkunden. Die Wege zum Park führen uns hier durch kleine Dörfer und die Kinder rufen uns wieder ein fröhliches "Hello" entgegen und freuen sich riesig wenn man winkt und zurückruft. Auf dem Rückweg treffen wir wieder viele Kinder, die mit uns Abklatschen wollen. Helena hat irgendwie nicht solches Glück und wir 2 Mal von kleinen Kindern am Arm geschlagen. Wir machen uns etwas über sie lustig, aber sie meint es hätte wirklich sehr wehgetan.
Zurück in der Unterkunft springen wir nochmal in den Pool. Während wir Volleyball spielen macht ein Mann, der wohl mit den Besitzern befreundet ist, total auffällig mit seinem Handy Bilder von Helena, die noch im Aufenthaltsraum ist. Sie wechselt den Platz und kurze Zeit später das gleiche während sie Bilder von uns macht. Beim Dritten mal reicht's und sie fordert ihn laut auf damit aufzuhören, denn diesmal stand er press vor ihr. Ziemlich dreist. Helena hatte wirklich genug heute. Nach dem Abendessen fährt uns ein Fahrer zum Bahnhof. Der Abschied nach drei Tagen fällt uns wirklich schwer. Die Atmosphäre war toll. Die Leute sehr freundlich, die Touren der Hammer und wir haben total nette Freunde kennengelernt.

Paradise Cave

Kayak fahren!

Helena in der dunklen Höhle!

Kuchen!
Um 23.30 Uhr fährt der Zug Richtung Hanoi ein. Wir haben eine abgetrennte Viererkabine für uns alleine. Die Fahrt ist sehr ruhig und wir können beide etwas schlafen.
Gegen 11 Uhr kommen wir in Hanoi an. Natürlich ist die erste Sorge die Motorräder wieder zu bekommen. Ich mache mich auf die Suche und werde mal wieder von Schalter zu Schalter verwiesen. In einer ziemlich dunklen aber sehr hektischen Gegend in der Waren ausgeliefert werden finde ich noch zwei weitere Mädels die ihre Motorräder wieder wollen. Sie machen einen sehr verzweifelten Eindruck. Ich setze mich auch mit der Frau am Schalter auseinander. Es ist angeblich noch eine Gebühr in Höhe von 2€ für das auspacken zu bezahlen. Na klar! Aber bevor wir die Motorräder nie mehr sehen zahle ich die Gebühr. Sie sind auch tatsächlich an dem Bahnhof angekommen. Ohne Sprit leider. Aber ein Mann vom Bahnhof bietet mir natürlich sofort Sprit an, zum 1,5 fachen Preis natürlich. Naja, etwas genervt aber immerhin nur mit einem Blinker Verlust fahren wir durch Hanoi auf der Suche nach einem Hostel. Wir nisten uns erst einmal in einem 8-Bett Raum ein. Da uns das Personal nach ein paar Tagen nervt und ich mit einer Erkältung flach liege wechseln wir in ein kleines Hotel um die Ecke.
In der Stadt gibt es ein ganzes Ho Chi Minh Areal, mit einem Museum, seinem früheren Wohnsitz, seinem Mausoleum (er liegt da wirklich aufgebahrt und konserviert drin) in dem wir aber nicht waren. Wir besuchen das Museum das ganz interessant ist.
Auf dem Weg zu dem Literaturtempel suchen wir eine Tankstelle. Vergebens! Es gibt in der ganzen Stadt nur ein paar vereinzelte Tankstellen. Und das bei tausenden Rollern. Wir müssen wieder etwas teuren Sprit bei einem Mechaniker kaufen.
In der Zwischenzeit haben wir unsere Motorräder in zwei Plattformen im Internet angeboten. Recht schnell melden sich zwei andere Backpacker, die die Maschinen dann auch kaufen. Es klappt ziemlich problemlos und zu unserem Glück können wir sie für den gleichen Preis wieder verkaufen.

Wir haben sie echt ins Herz geschlossen!
Als wir in Hanoi angekommen sind ist ein Taifun über die Region gegangen. Wir haben währenddessen im Hostel gesessen und nur gesehen das es ziemlich stark regnet. Am nächsten Tag beim Stadtrundgang sehen wir etliche große Bäume die auf die Straße oder gegen Häuser gestürzt sind. In Hanoi und auch in der Halong Bucht gibt es mehrere Tote.
Eigentlich war ein Ausflug in die Bucht auf dem Plan, auf Grund des Wetters müssen wir aber erst einmal abwarten. Es klappt dann doch noch und wir fahren einen Tag zur wunderschönen Halong Bucht, die neben anderen Gebieten in Vietnam zum Weltkulturerbe gehört.
Wir fahren zuerst mit einem großen Schiff bis zu einem kleinen schwimmenden Fischerdorf. Dort fährt uns dann einen Einwohnerin in einem kleinen Bambusboot durch die Gegend.
Wir halten noch an einer etwas kleineren Tropfsteinhöhle an.
Abends fährt der Bus wieder zurück nach Hanoi.
Wir buchen einen Flug nach Bangkok, da wir den Plan, nach Kuala Lumpur aufgrund von Zeitproblemen leider canceln mussten. Morgens um 9.15 Uhr hebt der Flieger in Hanoi ab, gegen 11.15 Uhr landen wir in Bangkok. Eigentlich wollen wir hier in die Stadt und einen Nachtzug in den Süden Thailands suchen. Vorher klappern wir aber noch ein paar Schalter ab und finden einen recht günstigen Flug nach Krabi in der Nähe von Phuket. Also bleiben wir gleich am Flughafen und sitzen um 17.45 Uhr wieder im Flieger. In Krabi finden wir recht schnell ein Gasthaus und besuchen noch den Nachtmarkt um sehr lecker zu essen. Dann legen wir uns nach einem langen Tag schlafen. Gute Nacht!!

Was ein Service

Halong Bay

Fazit: Wir lieben Vietnam und müssen unbedingt wiederkommen. Dieses Land ist riesig und wunderschön. Tolles Essen, tolle Leute, tolle Kultur und tolle Landschaft. Dies alles haben wir, wenn wir ehrlich sind, nicht erwartet. Die 4 Wochen hier gingen schnell rum und auch wenn die Fahrt auf dem Highway 1 oft sehr bis zu gefährlich war, war das eine Erfahrung die wir nicht missen wollen. Wir würden es immer wieder tun.
by chaos0815-crew
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