Dienstag, 12. Juni 2012

Affen, Geckos und Kakerlaken

Jetzt sitzen wir schon wieder im Bus auf dem Weg nach Bangkok. Da diese Stadt der Dreh- und Angelpunkt in Südostasien ist werden wir sie noch häufiger besuchen. Da wir schonmal da waren können wir dieses mal das Hostel und die Aktivitäten besser planen. Wahrscheinlich werden wir zwei Nächte dort bleiben um morgen Abend das Spiel der deutschen Mannschaft zu gucken.
Aber nun erstmal der Rückblick über die vergangenen fünf Tage.
Am Freitag, als der letzte Eintrag endet, fahren wir mit dem Mini-Van von Ban Phe nach Trat. Auf dem Weg dorthin werden wir von einem Vermittler betrogen, der uns einfach unsere Fährtickets abnimmt und damit verschwindet. Das ganze kostet uns im Endeffekt "nur" 4€ aber trotzdem ist es ärgerlich und macht die Stimmung nach dem etwas mauen Aufenthalt auf Ko Samed nicht besser. Immerhin kommen wir gut am Hafen in Trat an. Dort bekommen wir gleich zwei Rangeleien von Einheimischen mit. Wir verstehen den Grund nicht, müssen wir wohl auch nicht. Mit einem mulmigen Gefühl und einem hoffen auf mehr Urlaubsstimmung steigen wir auf die Fähre auf, die von vornherein mehr Sicherheit ausstrahlt als die letztere. Immerhin eine Autofähre, sogar mit einem kleinen Kiosk.
An Bord lernen wir Lisa und Tobi aus Deutschland kennen, die gerade aus Bangkok ankommen. Wir schließen uns zusammen da wir alle noch kein Bungalow gebucht haben. An Bord der Fähre tauchen auf einmal 15-20 Mönche auf und setzen sich zu uns. Aus der Erfahrung in Bangkok waren wir eher so eingestellt das sie in einer "anderen" Welt leben und man hat eher den Abstand gesucht. Ein Grund ist sicher auch das in vielen Reiseführern steht das Frauen Mönche nicht berühren sollen und man ihnen immer einen Platz anbieten soll.
Unter anderem aus diesen Gründen bin ich erst einmal irritiert als ein Mönch ein Gespräch mit mir anfängt. "Where are you from?", so wie fast jeder Smalltalk hier beginnt. Wir unterhalten uns ein paar Minuten und er übersetzt immer für seine Freunde. Es geht um Themen wie Fussball, vor allem um die Europameisterschaft und die Chancen der deutschen Mannschaft. Also den Segen der Mönche haben wir! Eine super Erfahrung die einen lange noch beschäftigt.

Nach 45 Minuten auf der Insel Ko Samed angekommen schließen sich noch Kevin und Dominique aus Holland mit uns zusammen um eine Unterkunft zu finden. Wir nehmen uns gemeinsam mit noch einem Südkoreaner und seinem Sohn ein Taxi. Das sieht auf den Inseln aus wie ein normaler Pick-Up, der hinten zwei längliche Sitzbänke und ein Dach hat. Das Gepäck wird auf das Dach geschmissen. Gurte und Sicherung des Gepäcks sind anscheinend überflüssig. Das verblüfft am Anfang ganz schön, wenn man die Straßen dann erst erlebt fragt man sich erst recht wie das funktionieren soll. Aber alles hält und kommt sicher an.
Auf dem Weg zum Lonely Beach verteilt der Südkoreaner Bonbons die wir alle mit mehr oder weniger zögerlichem Verhalten verkosten. Es schmeckt sehr intensiv nach ungewohnten Kräutern aber auf Nachfrage lächeln wir alle nett und geniessen es.
Der Taxifahrer lässt uns am "Resort Siam Hut" raus. Das ist eine kleine Bungalowsiedlung direkt am Meer gelegen. Ein Bungalow kostet für zwei Personen 5€ pro Nacht mit eigenem Bad und Blick aufs mehr. Wir entscheiden uns alle dort zu bleiben und lassen uns nieder. Danach wird dann erst einmal der Strand erkundet und die Reisestrapazen vergessen.
Abends ist im Restaurant der Anlage große Friday Night Party mit DJ's, guter Musik und billigem Alkohol in "Buckets" also Eimern. Zu essen gibt es leckeres BBQ.
Ab 23 Uhr läuft nebenbei noch das Eröffnungsspiel auf einer großen Leinwand.
Gegen 4 Uhr begeben wir uns in unsere Betten, um die erste Nacht in einem Bungalow zu verbringen, in dem der Boden aus Holzlatten besteht durch die man auf den Boden darunter gucken kann. Nachts hört man nur das Wellenrauschen und ab und zu mal einen Gecko.
Morgens werden wir von der Sonne geweckt und nehmen erstmal ein Bad im Meer. Danach frühstücken wir in der Bar der Anlage, American Breakfast gegen die Nachwirkungen der letzten Nacht. Wir beschließen, den Tag am Meer zu verbringen um mal richtig auszuspannen. Der Lonely Beach macht seinem Namen dabei alle Ehre. Als der Abend näher rückt fiebern das Päärchen aus Holland und wir schon den ersten Spielen unserer Mannschaften entgegen. Für die Nachbarn geht das ganze leider nicht so gut. Trotzdem gucken wir zusammen ab 01.45 Uhr Ortszeit das Spiel Deutschland-Portugal mit einem guten Ausgang für das deutsche Team.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen leihen wir uns einen Roller um die Insel zu erkunden. Es geht in Richtung Süden über gut ausgebaute aber kurvige und steile Straßen.
Der Roller wird abgestellt und nach einem 15-minütigen Marsch durch den Dschungel gelangen wir an einen der vielen Wasserfälle der Insel. Nach einem Bad in dem Auffangbecken des Wasserfalls setzen wir unseren Trip fort.
Die Fahrt geht wieder in den Süden der Insel um einen weiteren, größeren Wasserfall zu besuchen. Der ist allerdings schon geschlossen und wir verschieben den Besuch auf den nächsten Tag.
Das Abendessen genießen wir im "Magic Garden", einem Restaurant mit Blick auf die Palmen und Lounge-Atmosphäre. Wir sind noch leicht k.o. vom Vorabend und gehen recht früh ins Bett. Dort wartet schon die erste Kakerlake in unserem Zimmer. Ich begleite sie sanft heraus. Die nächste sitzt im Bad. Auch die wird herausbegleitet. Routine.
Dann können wir in Ruhe schlafen.

Der nächste Tag ist wieder auf dem Roller geplant. Das macht wirklich Spaß, allerdings muss man immer hellwach sein um auf den Linksverkehr zu achten und nicht von einem der rasenden Taxi-Pick-Ups plattgemacht zu werden. Auf der Straße entdecken wir auf einmal einen kleinen Affen der ganz gemütlich isst. Der wird dann noch nachträglich bestimmt.
Diesmal schaffen wir es auch zu dem anderen Wasserfall und gehen dort ebenfalls baden und springen von den Felsen. Eine Super Erfrischung bei Temperaturen von über 30 Grad. Auf der Insel gibt es zahlreiche Elefantencamps bei denen man einen Ausflug mieten kann. Als wir an einem Camp entlang fahren entdecken wir einen kleinen Elefanten der schonmal das Geburtstagsständchen für Sophia, die am nächsten Tag ihren Ersten Geburtstag feiert, auf der Mund-(oder Rüssel-) Harmonika einspielt.
Abendessen gibt es am "White Sands Beach" bei untergehender Sonne und ankommenden Wellen.
Bevor es zurück zum Bungalow geht buchen wir noch unseren Trip nach Bangkok für den heutigen Tag.

Alle gute zum ersten Geburtstag an meine Nichte Sophia! Vermissen dich:)

1 Kommentar:

  1. Ola H.Ezzel... und Schwesterherz. Ich würde mir wünschen, dass du dir so eine geile Mönchfrísur zulegst kleiner Schwager... So mega kurz... Würde bestimmt cool aussehen... Iven lacht Kristina immer öfter an und spricht erste Vokale, hört sich nach T hailändisch an. Ihr könnt ja dann demnächst übersetzen. Küsse vom Diggerchen

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